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Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9006645
 

BRIEF - Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen (PSYNDEX Tests Review)

 

Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF; Gioia, G.A., Isquith, P.K., Guy, S.C. & Kenworthy, L., 2000) - German version/author

 Drechsler, R. & Steinhausen, H.-C.
 (2013). BRIEF. Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen. Deutschsprachige Adaptation des Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF) von Gerard A. Gioia, Peter K. Isquith, Steven C. Guy und Lauren Kenworthy und der Self-Report Version (BRIEF-SR) von Steven C. Guy, Peter K. Isquith und Gerard A. Gioia [Testbox mit Manual, je 10 Fragebögen Eltern und Lehrer, 10 Fragebögen Selbstbeurteilung, je 10 Auswerte- und Profilbögen Eltern und Lehrer, 10 Auswerte- und Profilbögen Selbstbeurteilung und einem Schablonensatz]. Göttingen: Hogrefe.

Preis: Euro 183,00 (Test komplett; Stand: 4.2.2016)

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: info@testzentrale.de ; Stand: 1.11.2019.
Anmerkung: Eine Computerversion wird ist im Hogrefe TestSystem (HTS) erhältlich, außerdem ist Testing on Demand im Internet möglich.

 Adresse(n): o Prof. Dr.med. Dr.phil. Hans-Christoph Steinhausen bei PsychAuthors: https://www.psychauthors.de/psychauthors/index.php?wahl=forschung&uwahl=psychauthors&uuwahl=p02265HS
o Gerard Gioia, Ph.D., Dartmouth College, Children's National Medical Center, Center for Neurosciences Research (CNR), 111 Michigan Avenue, NW, Washington, DC 20010-2970, United States ; E-Mail: ggioia@childrensnational.org ; URL: https://childrensnational.org/choose-childrens/find-a-provider/gerard-gioia?sc_lang=en ; Stand: 29.9.2014
o Peter K. Isquith, Ph.D., Adjunct Assistant Professor of Psychiatry, Geisel School of Medicine, 221 US Route 5S Unit 15, Norwich VT 05055, United States ; E-Mail: Isquith@Dartmouth.edu ; URL: http://geiselmed.dartmouth.edu/faculty/facultydb/view.php?uid=2090 ; Stand: 21.1.2014
o Dr. phil. Renate Drechsler, Universität Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Neumünsterallee 9, CH-8032 Zürich, Schweiz ; E-Mail: renate.drechsler@kjpd.uzh.ch ; URL: http://www.kjpd.uzh.ch/de/klinische-forschung/neuropsychologie/team/drechsler.html ; Stand: 2.5.2018
o Lauren Kenworthy, Ph.D., Children's National, Center for Autism Spectrum Disorders, 111 Michigan Avenue, NW, Washington, DC 20010-2970, USA ; E-Mail: lkenwort@childrensnational.org ; URL: https://childrensnational.org/research-and-education/about-cri/faculty-and-leadership-directory/lauren-kenworthy ; Stand: 2.5.2018
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Mit dem BRIEF lassen sich exekutive Störungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-16 Jahren anhand des Alltagsverhaltens zu Hause und in der Schule feststellen. Es ist bei zahlreichen Störungsbildern anwendbar (z.B. ADHS, Autismus, Hirnverletzungen, Epilepsie).


Aufbau:
Das BRIEF liegt in drei Versionen vor. Die Fremdbeurteilungsversionen BRIEF-Eltern und BRIEF-Lehrer sind weitgehend parallel aufgebaut und bestehen aus je 86 Aussagen zum Alltagsverhalten; das BRIEF-SB mit 80 Items ist zur Selbstbeurteilung vorgesehen. Jede Version besteht aus acht Skalen, aus denen ein Kognitiver Regulations-Index, ein Verhaltensregulations-Index sowie der Exekutive Gesamtwert errechnet werden kann. Zudem gibt es klinische Items, die qualitativ ausgewertet werden können. Es liegen Validitätsskalen vor, mithilfe derer die Konsistenz und eine etwaige negative Verzerrung der Einschätzungen erfasst werden.


Grundlagen und Konstruktion:
Die deutschsprachige Version des BRIEF basiert auf der englischen Originalversion, wobei eine Selbstbeurteilungsversion an die beiden ursprünglichen Versionen angeschlossen wurde. Die Skalenkonstruktion fand auf Basis klinischer Interviews und Anamnesegespräche sowie Expertenurteilen statt. Für die deutschsprachige Version wurden die Originalitems übersetzt und an einer deutschsprachigen Normstichprobe überprüft.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die interne Konsistenz für alle Skalen und Indizes der beiden Fremdbeurteilungsversionen liegt zwischen Alpha = .79 und Alpha = .98, zudem wurden meist Retestreliabilitäten von rtt > .80 berichtet. Für BRIEF-SB ergaben sich interne Konsistenzwerte zwischen Alpha = .73 und Alpha = .96 und Retestreliabilitäten von rtt > .78.
Validität: Die Konstruktvalidität wurde faktorenanalytisch untersucht, wobei die Skalenstruktur und die Indizes im Großen und Ganzen bestätigt werden konnten. Zahlreiche Profildarstellungen des BRIEF bei diversen unterschiedlichen Störungsbildern sollen die klinische Validität des Verfahrens untermauern. Das Vorliegen von Inhaltsvalidität wird mit der Skalenkonstruktion begründet, zudem liegen Korrelationen der Ergebnisse des BRIEF mit anderen klinischen Verfahren vor.
Normen: Es liegen nach Alter und Geschlecht differenzierte Normwerte vor, die in T-Werte und Prozentränge übertragen werden können. Die Normierungsstichprobe aus den Jahren 2006-2011 bestand aus N = 921 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-16 Jahren.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Das Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen (BRIEF; Drechsler & Steinhausen, 2013) ist ein störungsübergreifendes Fragebogeninstrument für Kinder und Jugendliche zur Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten im Alltag, in der Schule und zu Hause. Es zielt darauf ab, exekutive Störungen ökologisch valide zu erfassen. Die deutschsprachige Version baut auf dem englischsprachigen Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF; Gioia, Isquith, Guy & Kenworthy, 2000) auf und enthält zusätzlich zu den Fremdbeurteilungen für Eltern und Lehrer eine Selbstbeurteilungsversion für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren.
Der Begriff der exekutiven Funktionen wird in der Literatur recht uneinheitlich definiert. So betrachtet Baddeley (1986) exekutive Funktionen als übergeordnete Kontrollinstanz, die in jeder Situation entscheidet, ob die Anwendung von Verhaltensschemata bzw. -gewohnheiten oder die Unterbrechung solcher Automatismen angemessen ist. Andere Autoren sehen exekutive Funktionen dagegen eher als basale Regulationsmechanismen zur Steuerung von Verhalten an (Miyake et al., 2000).
Dem BRIEF liegt ein klinisch-neuropsychologisches Verständnis exekutiver Funktionen zugrunde, bei dem diese anhand der Einschränkungen im Alltag von Patienten beschrieben werden. Dieses Konzept, das sich ursprünglich hauptsächlich auf Patienten mit Hirnläsionen bezog, wurde mittlerweile auf Kinder und deren Entwicklung sowie auf Entwicklungsstörungen übertragen.
Im Hinblick auf die klinische Diagnostik wird der Oberbegriff der exekutiven Funktionen in mehrere Komponenten wie beispielsweise "Arbeitsgedächtnis", "Inhibition" oder "Planen/Problemlösen" unterteilt. Zudem fand in den letzten Jahren eine Unterscheidung von "heißen" und "kalten" exekutiven Funktionen statt. "Heiße" exekutive Funktionen umfassen nach Drechsler und Steinhausen (2013, S. 18) die von Belohnung und Motivation abhängige Regulation von Handeln und Entscheiden in einer Situation. "Kalte" exekutive Funktionen beziehen sich dagegen auf eher abstrakte und kontextunabhängige kognitive Aspekte wie z.B. Arbeitsgedächtnis, Problemlösen oder kognitive Flexibilität. Neuroanatomisch stehen exekutive Funktionen vor allem mit dem sogenannten "frontal lobe system" (Royall et al., 2002) in Zusammenhang, dessen Schädigung zu exekutiven Störungen sowohl kognitiver als auch affektiver Art führen kann. Exekutive Funktionen entwickeln sich - wie auch die Frontallappen, die erst im Alter von 20 Jahren voll entwickelt sind - über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Dabei verläuft die Ausdifferenzierung der einzelnen exekutiven Fähigkeiten oft nicht kontinuierlich.
 

Testaufbau

Das BRIEF enthält sowohl je eine Eltern- und Lehrerversion (BRIEF-Eltern und BRIEF-Lehrer), die ab einem Kindesalter von sechs Jahren angewandt werden kann, als auch eine Selbstbeurteilungsversion (BRIEF-SB) für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Die Fremdbeurteilungsfragebögen bestehen jeweils aus 86 Items, die zu acht Skalen zusammengefasst werden können. Die Selbstbeurteilungsversion enthält 80 Items und ebenfalls acht Skalen. Im Folgenden sind alle Skalen des BRIEF zusammenfassend dargestellt.
(1) Hemmen: Impulskontrolle, Verhalten im richtigen Moment stoppen oder unterbrechen können.
(2) Umstellen: Sich entsprechend der jeweiligen Anforderungen flexibel von einer Situation, einer Aufgabe, einer Perspektive auf eine andere umstellen; mentale Umstellfähigkeit beim Lösen von Problemen.
(3) Emotionale Kontrolle: Angemessene Regulation emotionaler Reaktionen.
(4) Initiative: Aufgaben oder Aktivitäten aus eigenem Antrieb beginnen; Ideen selbstständig generieren.
(5) Arbeitsgedächtnis: Informationen während einer Aufgabenbearbeitung präsent halten; an einer Tätigkeit dranbleiben können.
(6) Planen/Strukturieren: Vorausschauend denken; Ziele setzen; angemessene Teilschritte zur Erreichung des Ziels entwickeln; strukturiertes Durchführen von Aufgaben; Erkennen von Hauptgedanken, Prioritäten.
(7) Ordnen/Organisieren: Ordnung im Arbeits- (Spiel-)Bereich halten; benötigte Utensilien parat haben.
(8) Überprüfen: Kontrolle der eigenen Arbeit während und nach der Durchführung; Wahrnehmung/Überprüfen der eigenen Fähigkeiten, der Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere.
(9) Aufgaben durchführen: (Schul-)Aufgaben in angemessener Zeit bearbeiten können; selbstständige und vollständige Durchführung; angemessene Arbeitsgeschwindigkeit. Diese Skala findet sich nur in der Selbstbeurteilungsversion.
Die Items beinhalten Verhaltensweisen, die der Proband jeweils im Hinblick darauf beurteilen soll, wie häufig das jeweilige Verhalten in den letzten sechs Monaten zum Problem wurde. Als Antwortformat steht hierzu eine dreistufige Skala mit den Stufen "nie/sehr selten", "manchmal" sowie "oft" zur Verfügung.
Aus den Skalen lassen sich der Verhaltensregulations-Index (VRI), der Kognitive Regulations-Index (KRI) sowie ein Exekutiver Gesamtwert (EGW) errechnen, wobei sich letzterer aus allen klinischen Skalen zusammensetzt. Der VRI bildet die Fähigkeit ab, das eigene Verhalten und emotionale Reaktionen adäquat zu steuern. Im KRI wird die Fähigkeit der Kinder bzw. Jugendlichen abgebildet, einen Problemlöseprozess in unterschiedlichen Situationen angemessen zu durchlaufen (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 27), d.h. Aufgaben selbstständig durchzuführen und dabei durchgängig die eigene Leistung zu kontrollieren. Die drei Versionen des BRIEF enthalten zudem verschiedene klinische Zusatzitems. Diese werden einzeln betrachtet und lediglich qualitativ ausgewertet. Sie können Hinweise auf klinische Störungen oder weiteren Untersuchungsbedarf liefern.
Um die Gefahr von subjektiven Verzerrungen im Antwortverhalten zu kontrollieren, enthält das BRIEF zwei Validitätsskalen. Die Inkonsistenzskala erfasst Inkonsistenzen in der Beantwortung ähnlicher Items und unterscheidet zwischen zufriedenstellender, fraglicher und inkonsistenter Antwortstimmigkeit. Die Negativitätsskala gibt das Ausmaß ungewöhnlich negativen Antwortverhaltens an und kontrolliert damit die Möglichkeit eines negativ verzerrten Antwortstils.
 

Auswertungsmodus

Vor der Auswertung sollte der Fragebogen auf ungewöhnliche Antwortstile sowie auf Vollständigkeit überprüft und ggf. dem Probanden nochmals vorgelegt werden. Für die meisten Skalen gilt, dass bei Fehlen von mehr als zwei Antworten innerhalb einer Skala der Skalenwert nicht berechnet werden kann.
Mithilfe einer Auswerteschablone werden die mit Werten von eins ("nie/sehr selten") bis drei ("oft") kodierten Itemantworten zunächst für jede der acht Skalen summiert und der Skalenrohwert auf dem Auswertebogen vermerkt. Die Summe der Skalenrohwerte der Skalen "Hemmen", "Umstellen", "Emotionale Kontrolle" sowie beim BRIEF-SB zusätzlich der Skala "Überprüfen" ergibt den Verhaltensregulations-Index (VRI). Den Kognitiven Regulations-Index (KRI) für die Fremdbeurteilungsversionen erhält man durch Aufsummieren der Skalen "Initiative", "Arbeitsgedächtnis", "Planen/Strukturieren", "Ordnen/Organisieren" sowie "Überprüfen". Beim BRIEF-SB entsteht der KRI aus der Summe der Skalen "Arbeitsgedächtnis", "Planen/Strukturieren", "Ordnen/Organisieren" sowie "Aufgaben durchführen". Der Exekutive Gesamtwert (EGW) setzt sich aus der Summe von KRI und VRI zusammen. Bei den Fremdbeurteilungsversionen wird die Skala "Überprüfen" zunächst als Gesamtskala berechnet, um in die Indizes einzufließen. Zusätzlich wird sie jedoch anhand von Markierungen auf der Auswerteschablone in die Subskalen "Aufgaben Überprüfen" und "Selbst-Überprüfen" unterteilt. Beim BRIEF-SB wird dasselbe Vorgehen für die Skala "Umstellen" durchgeführt, die in die beiden Subskalen "Verhaltensumstellung" und "Kognitive Umstellung" aufgeteilt wird. Die letzten 13 Items von BRIEF-Lehrer bzw. BRIEF-Eltern und die letzten sechs Items des BRIEF-SB gehen nicht in die Skalenberechnung ein, sondern werden lediglich qualitativ betrachtet.
Anhand der vorhandenen Normtabellen werden die Skalenwerte in T-Werte sowie Prozentränge umgewandelt und ebenfalls auf dem Auswertebogen notiert. Zusätzlich sind Werte zur Berechnung der individuellen Vertrauensintervalle vorhanden.
Die Berechnung des Inkonsistenzwertes erfolgt mithilfe einer zweiten Auswerteschablone. Die Differenzen von 10 festgelegten Itempaaren werden auf dem Auswertebogen addiert. Auf dem Auswertebogen kann nun abgelesen werden, ob das Ergebnis als "zufriedenstellend", "fraglich" oder "inkonsistent" zu betrachten ist. Die Negativitätsskala kann ebenfalls mithilfe der zweiten Auswerteschablone berechnet werden, indem alle Items der Skala, die mit "oft" beantwortet wurden, gezählt und die Summe anhand einer Tabelle auf dem Auswertebogen eingeschätzt wird. Schließlich lassen sich die T-Werte der Skalen und Indizes auf der Rückseite des Auswertebogens als Profil darstellen, womit eine grafische Unterscheidung von subklinischen und klinisch auffälligen Werten ermöglicht wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Interpretation der Einzelskalen Vorrang vor den beiden Indizes sowie dem Gesamtwert haben sollte und dass auffällige Werte im BRIEF keinen eindeutigen Rückschluss auf das Vorliegen hirnorganischer Störungen erlauben.
 

Auswertungshilfen

Für die Auswertung stehen für jede Version des BRIEF zwei Schablonen sowie Auswerte- und Profilbögen zur Verfügung. Im Manual werden die Auswertung und die Interpretation ausführlich und anhand von Beispielen und Illustrationen erläutert (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 35 ff.). Sowohl für den Negativitäts- als auch den Inkonsistenzwert sind auf dem Auswertebogen Richtwerte angegeben, die die Interpretation erleichtern. Das Manual enthält zudem vier Fallbeispiele, die die Auswertung und Interpretation im Einzelfall verdeutlichen sollen (S. 41 ff.). Es liegen geschlechts- und altersspezifische Normtabellen für jede Version vor (für die Fremdbeurteilungsversionen mit den Altersstufen 6-7, 8-10, 11-13, 14-16 Jahre, für die Selbstbeurteilungsversion mit den Stufen 11-13, 14-16 Jahre), die eine inhaltliche Einordnung der Werte erlauben.
 

Auswertungszeit

Die Auswertung nimmt ca. 10-15 Minuten in Anspruch.
 

Itembeispiele

BRIEF-Eltern:
Skala "Ordnen/Organisieren": (69) Hinterlässt ein Durcheinander, das andere aufräumen müssen.
Skala "Planen/Strukturieren": (15) Hat gute Ideen, aber kann sie nicht zu Papier bringen.
Skala "Initiative": (16) Hat Mühe, Ideen zu entwickeln, was er/sie beim Spielen oder in der freien Zeit tun könnte.

BRIEF-Lehrer:
Skala "Emotionale Kontrolle": (1) Überreagiert bei kleinen Ärgernissen.
Skala "Umstellen": (4) Kann Enttäuschungen, Tadel oder Kränkungen nicht überwinden.

BRIEF-SB:
Skala "Hemmen": (10) Ich falle anderen Leuten auf die Nerven.
Skala "Arbeitsgedächtnis": (73) Ich vergesse Anweisungen leicht.
Skala "Überprüfen": (16) Ich merke nicht, dass mein Verhalten negative Reaktionen auslöst, bis es zu spät ist.
Skala "Aufgaben Durchführen": (26) Ich habe Probleme, Aufgaben vollständig durchzuführen.
 

Durchführung

 

Testformen

Das Verfahren wird sinnvollerweise als Einzeltest durchgeführt und liegt als Paper-Pencil-Form vor. Es besteht aus zwei weitgehend parallelen Fremdbeurteilungsversionen (BRIEF-Lehrer und BRIEF-Eltern) sowie einer Selbstbeurteilungsversion (BRIEF-SB). Die Originalfassung des Verfahrens in englischer Sprache enthält lediglich die beiden Fremdbeurteilungsversionen, die englische Selbstbeurteilungsversion ist separat erhältlich (Gioia et al., 2000).
 

Altersbereiche

Die Eltern-/Lehrerversion des BRIEF ist bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16, die Selbstbeurteilungsversion im Alter von 11 bis 16 Jahren einsetzbar.
 

Durchführungszeit

Die Beantwortung der Items nimmt ca. 10-15 Minuten in Anspruch, wobei für den BRIEF-SB etwas mehr Zeit benötigt wird als für die anderen beiden Versionen.
 

Material

Die Testmappe enthält das Manual sowie jeweils 10 Fragebögen und Auswerte- und Profilbögen für jede der drei Versionen. Zudem sind pro Version zwei Auswerteschablonen enthalten. Pro Proband werden ein Fragebogen und ein Auswertebogen benötigt. Alle Teile sind separat erhältlich. Daneben ist nur Schreibgerät erforderlich.
 

Instruktion

Dem Fragebogen ist eine kurze schriftliche Instruktion mit einem grafisch illustrierten Beispiel vorangestellt, in der auch die Antwortskala erläutert wird. Zudem enthält das Manual für die Selbst- sowie die Fremdbeurteilungsversionen Beispiele für mündliche Anweisungen.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Die Anwendung des BRIEF sollte aufgrund seiner klinisch-psychologischen Inhalte ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Berufsgruppen stattfinden. Es wird darauf hingewiesen, den Fragebogen in einer angenehmen Atmosphäre durchzuführen. Die Elternversion sollte möglichst von beiden Elternteilen ausgefüllt werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Beurteilung von dem Elternteil stammen, der in den letzten sechs Monaten mehr Kontakt mit dem Kind hatte. Auch bei der Lehrerversion sollte der Lehrer ausreichend Kontakt mit dem Kind gehabt haben, um das Verhalten zuverlässig beurteilen zu können. Ansonsten können auch andere Personen statt dem Lehrer in Frage kommen.
 

Testkonstruktion

Die englischsprachigen Originalversionen des BRIEF (Eltern- und Lehrerversionen; Gioia et al., 2000) sollten klinisch relevante Informationen über exekutive Funktionen im Kindesalter erfassen. Im Rahmen der Testentwicklung fand zunächst eine Literaturanalyse sowie eine Expertenbefragung zum Inhalt des Begriffs "exekutive Funktionen" und entsprechender Theorien statt. Die Itementwicklung basierte v.a. auf klinischen Interviews, aus denen die Beschreibungen typischer Verhaltensweisen entnommen und um zusätzliche Items ergänzt wurden. Die Zugehörigkeit der resultierenden Items zu exekutiven Skalen wurde durch Expertenratings geprüft. Es folgten Faktorenanalysen, die empirische Itemüberprüfung an einer Normstichprobe und eine Prüfung der internen Konsistenz der Items, woraufhin einige Items aus dem Fragebogen ausgeschlossen und ähnliche Skalen zusammengefasst wurden. Es resultierten für die Elternversion 72 Items und für die Lehrerversion 73 Items in jeweils acht Skalen. Für die Entwicklung der Selbstbeurteilungsversion wurden die Items der Elternversion in Ich-Form gebracht und zusätzliche Items aus Anamnesegesprächen und klinischen Interviews mit Jugendlichen aufgenommen. Diese wurden an einer Normstichprobe untersucht. Nach Faktorenanalysen resultierten 80 Items in acht Skalen. Zusätzlich wurden als Validitätsskalen die Inkonsistenz- sowie die Negativitätsskala entwickelt. In einer späteren Untersuchung (Gioia, Isquith, Retzlaff & Espy, 2002) ergab sich ein dreifaktorielles Modell mit den Faktoren "Behavioral Regulation", "Emotional Regulation" sowie "Metacognition" (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 58).
Das deutschsprachige BRIEF wurde aus dem Englischen übersetzt und von 2006 bis 2011 an einer deutschsprachigen Normstichprobe neu normiert. Diese bestand aus N = 921 Kindern. Varianzanalytische Untersuchungen der Fremdbeurteilungsversionen ergaben für mehrere Skalen signifikante Geschlechtsunterschiede (F(8,911) = 3.31, p < .001), einen signifikanten Effekt des Alters (F(8,911) = 13.43, p < .001) sowie eine signifikante Wechselwirkung von Alter und Geschlecht (F(8,911) = 4.34, p < .001; Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 60). Bei der varianzanalytischen Untersuchung des BRIEF-SB fand sich kein signifikanter Alterseffekt, der Geschlechtseffekt (F(8,519) = 2.57, p < .009) sowie die Wechselwirkung von Alter und Geschlecht (F(8,519) = 2.42, p < .014) wurden jedoch signifikant. Diese Ergebnisse führten zu einer Aufteilung der Normen nach Geschlecht und Alter. In den Itemanalysen wurden Mittelwerte sowie Standardabweichungen der Items betrachtet. Zu Itemschwierigkeiten sowie Trennschärfen finden sich im Manual keine Angaben.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Zur Objektivität des Verfahrens werden im Manual keine Angaben gemacht. Schriftliche Instruktionen sowie mündliche Instruktionsbeispiele im Manual ermöglichen jedoch die Durchführungsobjektivität. Auswertungs- und Interpretationsobjektivität können aufgrund der Auswerteschablonen sowie Beispielillustrationen und zahlreicher Interpretationshilfen (Normwerte, Fallbeispiele, Richtwerte) ebenfalls angenommen werden.
 

Reliabilität

Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) liegt für alle Skalen und Indizes des BRIEF-Eltern sowie des BRIEF-Lehrer zwischen Alpha = .79 und Alpha = .98. Für das BRIEF-SB variieren die Koeffizienten von Alpha = .73 bis Alpha = .96 (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 65). Die interne Konsistenz der Subskalen liegt hierbei insgesamt unter den Werten für die übrigen Skalen, wohingegen alle Koeffizienten von VRI, KVI sowie EGW über Alpha = .90 liegen. Die Retestreliabilität bei wiederholter Messung nach 10 bis 20 Tagen beträgt für die Elternversion mit einer Ausnahme für alle Skalen und Indizes über rtt = .80. Für die Skalen der Lehrerversion ergibt sich eine Retestreliabilität von mindestens rtt = .84, meist aber von über rtt = .90. Beim BRIEF-SB fallen die Werte etwas niedriger aus und liegen zwischen rtt = .67 und rtt = .88. Zur Profilreliabilität werden keine Aussagen gemacht.
 

Validität

Inhaltsvalidität: Die anhand klinischer Interviews sowie Expertenurteilen durchgeführte Skalenkonstruktion spricht für die Inhaltsvalidität des Verfahrens.
Konstruktvalidität: Die Konstruktvalidität wurde anhand von Faktorenanalysen der Daten aus der Normierungsstichprobe untersucht, wobei sich die Skalenstruktur mit den beiden Hauptindizes VRI und KRI insgesamt bestätigte. Es wird jedoch auf hohe Interkorrelationen der Skalen und Indizes hingewiesen. Die zweifaktorielle Struktur der Fremdbeurteilungsversionen wurde nur gefunden, wenn die Skala "Überprüfen" in zwei Subskalen unterteilt wurde. Für das BRIEF-SB ergab sich die zweifaktorielle Struktur, wobei die Skala "Umstellen" wider Erwarten dem Faktor "Kognitive Regulation" zugeordnet wurde. Weitere exploratorische Analysen, auch mit Teilstichproben, ergaben kein besseres Ergebnis. Neuere Studien der BRIEF-Autoren (Gioia et al., 2002) schlagen eine dreifaktorielle Struktur vor, die zusätzlich zu den Faktoren "Kognitive Regulation" sowie "Verhaltensregulation" den Faktor "Emotionale Regulation" enthält.
Korrelationen mit anderen Verfahren: Jeweils Teile der Normstichprobe bearbeiteten weitere Verfahren, so dass Korrelationen des BRIEF mit anderen Messinstrumenten wie z.B. der Child Behavior Checklist (CBCL; Achenbach, 1991; deutsch: Arbeitsgruppe Deutsche Child Behavior Checklist, 1998; schweizerische Normierung von Steinhausen & Winkler Metzke, 2011) oder den Conners Skalen zu Aufmerksamkeit und Verhalten - 3 (CONNERS-3; Conners, 2008) berechnet werden konnten. Hier zeigten sich größtenteils die theoretisch zu erwartenden Konvergenzen sowie Divergenzen mit den Ergebnissen des BRIEF.
Klinische Validität: Um die klinische Validität des Verfahrens zu belegen, sind im Manual verschiedene Profildarstellungen für Störungen enthalten wie z.B. ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen oder fetalem Alkoholsyndrom. Diese sollen zeigen, dass das BRIEF Verhaltensauffälligkeiten bei unterschiedlichen Störungsbildern zuverlässig zu erfassen vermag. Die Übereinstimmungen des BRIEF mit exekutiven Testverfahren fallen meist eher gering aus. Drechsler und Steinhausen (2013) betonen in diesem Zusammenhang, dass das BRIEF in der Realität beobachtbares Verhalten und nicht die im besten Fall mögliche Leistung anzeige und dass das Verfahren eine neuropsychologische Abklärung nicht ersetze (S. 96).
 

Normierung

Die Normierung der deutschsprachigen Version des BRIEF fand in den Jahren 2006 bis 2011 an einer Stichprobe von N = 921 Kindern (n = 589 aus der Schweiz, n = 183 aus Deutschland, n = 149 aus Luxemburg) aus Regelklassen an 35 Schulen statt (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 59). Ländliche sowie städtische Regionen wurden ungefähr gleichwertig einbezogen. 345 Jugendliche befanden sich in der siebten oder einer höheren Klasse, davon besuchten ca. 60% ein Gymnasium oder eine ähnliche Schulform, die zu Abitur bzw. Matur führen kann. Ca. 40% der Schüler kamen aus anderen Sekundar- oder Realschulen oder einer berufsvorbereitenden zehnten Klasse. Das Alter der Schüler lag bei 6-16 Jahren bzw. für das BRIEF-SB bei 11-16 Jahren. Alters- und geschlechtsspezifische Normwerte für jede der drei Versionen des BRIEF (BRIEF-Fremdbeurteilungsversionen: 6-16 Jahre, N = 921 (Eltern) bzw. N = 941 (Lehrer), BRIEF-SB: 11-16 Jahre, N = 531) liegen für sämtliche Skalen sowie für die Indizes als T-Werte und in Form von Prozenträngen vor.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Das BRIEF ist eine klinische Skala zur Erfassung exekutiver Störungen im Alltagsverhalten bei Kindern und Jugendlichen, die bei diversen Störungen angewandt werden kann. So werden im Manual neurologische sowie psychiatrische Erkrankungen, Entwicklungsstörungen (z.B. ADHS), Teilleistungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Epilepsie, niedriges Geburtsgewicht sowie Hirnschädigungen als Anwendungsgebiete genannt (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 13). Auch bei allgemeinmedizinischen Erkrankungen ist das BRIEF im Zusammenhang mit Regulationsstörungen kognitiver und behavioraler Leistungen einsetzbar.
 

Bewertung

Das Verfahren hat ein sehr breites Anwendungsspektrum und kann in der klinischen Praxis vielfältig angewandt werden. Auch die Testkonstruktion der Originalversion (Gioia et al., 2000) orientierte sich an der Abbildung klinisch relevanter Verhaltensweisen bzw. Beeinträchtigungen. Die Instruktionen sind klar und verständlich formuliert. Das Testmanual ist übersichtlich und sehr ausführlich gestaltet und enthält zahlreiche Illustrationen und Beispiele, die zum besseren Verständnis beitragen. Auch die farbig gestalteten Auswerte- und Profilbögen sowie Schablonen unterstützen eine einfache, klar ersichtliche Durchführung und Auswertung. Die Objektivität kann als gegeben betrachtet werden. Die Reliabilität ist ausreichend hoch, wobei die Retestreliabilität beim BRIEF-SB etwas niedriger ausfällt als bei den Fremdbeurteilungsversionen. Klinische Validität, Inhalts- und Konstruktvalidität sowie konvergente Validität sind insgesamt als zufriedenstellend zu bewerten. Die Zusammenhänge zwischen den gleichsinnigen Skalen in den drei Durchführungsvarianten (Eltern, Lehrer, Selbstbeurteilung) werden mitgeteilt (Drechsler & Steinhausen, 2013, S. 70-72), sind aber teilweise sehr gering. Als Einschränkung ist zu nennen, dass die Ergebnisse des BRIEF kaum mit objektiven Verfahren korrelieren und diese daher nicht ersetzen können. Zudem sind sämtliche Items negativ formuliert, was die Autoren zwar nachvollziehbar mit dem Absinken der Reliabilität bei gemischt-gepolten Items begründen, was jedoch dennoch möglicherweise zu Frustration auf Seiten der Teilnehmer führen kann. Insgesamt konnte das BRIEF seine Brauchbarkeit in verschiedenen Untersuchungen unter Beweis stellen.
 

Literatur

  • Achenbach, T.M. (1991). Integrative Guide to the 1991 CBCL/4-18, YSR, and TRF Profiles. Burlington, VT: University of Vermont, Department of Psychology.
  • Arbeitsgruppe Deutsche Child Behavior Checklist. (1998). Elternfragebogen über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Deutsche Bearbeitung der Child Behavior Checklist (CBCL/4-18). Einführung und Anleitung zur Handauswertung (2. Auflage mit deutschen Normen). Köln: Arbeitsgruppe Kinder-, Jugend- und Familiendiagnostik (KJFD).
  • Baddeley, A. (1986). Working memory. Oxford: Oxford University Press.
  • Conners, C.K. (2008). Conners 3rd Edition (Conners 3). Manual. North Towanda, NY: Multi Health Systems.
  • Drechsler, R. & Steinhausen, H.-C. (2013). BRIEF. Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen. Deutschsprachige Adaptation des Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF(R)) von Gerard A. Gioia, Peter K. Isquith, Steven C. Guy und Lauren Kenworthy und der Self-Report Version (BRIEF(R)-SR) von Steven C. Guy, Peter K. Isquith und Gerard A. Gioia. Göttingen: Hogrefe.
  • Gioia, G.A., Isquith, P.K., Guy, S.C. & Kenworthy, L. (2000). Behavioral Rating Inventory of Executive Function (BRIEF(R)). Professional manual. Lutz, FL: Psychological Assessment Resources.
  • Gioia, G.A., Isquith, P.K., Retzlaff, P.D. & Espy, K.A. (2002). Confirmatory factor analysis of the Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF) in a clinical sample. Child Neuropsychology, 8, 249-257.
  • Miyake, A., Friedman, N.P., Emerson, M.J., Witzki, A.H., Howerter, A. & Wager, T.D. (2000). The unity and diversity of executive functions and their contributions to complex "Frontal Lobe" tasks: a latent variable analysis. Cognitive Psychology, 41, 49-100.
  • Royall, D.R., Lauterbach, E.C., Cummings, J.L., Reeve, A., Rummans, T.A., Kaufer, D.I., LaFrance, W.C.Jr. & Coffey, C.E. (2002). Executive control function: a review of its promise and challenges for clinical research. A report from the Committee on Research of the American Neuropsychiatric Association. The Journal of Neuropsychiatry and Clinical Neurosciences, 14, 377-405.
  • Steinhausen, H.-C. & Winkler Metzke, C. (2011). Handbuch: Elternfragebogen über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Zürcher Ergebnisse zur Child Behavior Checklist (CBCL) (3. Auflage). Zürich: Edition KJP Materialien.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Hintermair, M., Heyl, V. & Janz, F. (2014). Exekutive Funktionen und sozial-emotionale Auffälligkeiten bei Kindern mit verschiedenen Formen von Behinderung. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 83 (3), 232-245.
  • Hintermair, M. & Korneffel, D. (2013). Zum Zusammenhang exekutiver Funktionen und sozial-emotionaler Auffälligkeiten bei integriert beschulten Kindern mit einer Hörschädigung. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 41 (5), 347-359.
  • Schöfl, M., Beitel, C., Kloo, D. & Kaufmann, L. (2014). Konstrukt- und Kriteriumsvalidität einer deutschen Version des Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF) zur Identifikation von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS). Diagnostica, 60 (4), 181-196.
  • Schöfl, M., Kloo, D. & Kaufmann, L. (2015). Planungsleistungen bei Grundschülern mit ADHS und LRS. Ein Vergleich von Fremdbeurteilungsverfahren und psychometrischen Testverfahren. Lernen und Lernstörungen, 4 (1), 9-29.
  • Vrban, R., Severin, R. & Hintermair, M. (2014). Exekutive Funktionen bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Zeitschrift für Heilpädagogik, 65 (3), 98-106.
  • Vrban, R., Wagner, T. & Hintermair, M. (2015). Exekutive Funktionen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt "Emotionale und soziale Entwicklung". Heilpädagogische Forschung, 40 (4), 150-162.
 

Originalfassung/Anderssprachige Fassungen

  • Gioia, G.A., Espy, K.A. & Isquith, P.K. (2003). Behavior Rating Inventory of Executive Function - Preschool Version (BRIEF-P). Odessa, FL: Psychological Assessment Resources.
  • Gioia, G.A., Isquith, P.K., Guy, S.C. & Kenworthy, L. (2000). Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF). Professional manual. Lutz, FL: Psychological Assessment Resources.
  • Guy, S.C., Isquith, P.K. & Gioia, G.A. (2004). Behavior Rating Inventory of Executive Function - Self-Report Version (BRIEF-SR). Odessa, FL: Psychological Assessment Resources.
 

Rezensionen

  • Baron, I.S. (2000). Behavior Rating Inventory of Executive Function. Gerard A. Gioia, Peter K. Isquith, Steven C. Guy, and Lauren Kenworthy. Psychological Assessment Resources, Inc. Lutz, FL, USA. Test review. Child Neuropsychology, 6 (3), 235-238. https://doi.org/10.1076/chin.6.3.235.3152
  • Maur, S. (2015). Testrezension: "KOPKI 4-6" zur Erfassung kognitiver Prozesse und "BRIEF-P" zur Beurteilung exekutiver Funktionen bei Vorschulkindern. Verhaltenstherapie mit Kindern & Jugendlichen, 11 (1+2), 105-108.
  • Mickley, M. (2013). Drechsler, R., Steinhausen, H.-C. (2013). BRIEF - Verhaltensinventar zur Beurteilung exekutiver Funktionen. Deutschsprachige Adaptation des Behavior Rating Inventory of Executive Function (BRIEF) und der Self-Report Version (BRIEF-SR) (Neuere Testverfahren). Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 62 (9), 727-738.
 
 Sarah List (18.11.2013)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Computerized Assessment; Classical Test Theory; Questionnaires; Rating Scales; Test Norms; Elementary School Students; High School Students; Clinical Psychology; Neuropsychology; Developmental Disabilities; Autism Spectrum Disorders; Attention Deficit Disorder with Hyperactivity; Autism Spectrum Disorders; Daily Activities; Cognitive Ability; Brain Disorders; Cognitive Development; Epilepsy

Computergestützte Messung; Klassische Testtheorie; Fragebögen; Rating-Skalen; Testnormen; Grundschüler; Schüler der Sekundarstufe; Klinische Psychologie; Neuropsychologie; Entwicklungsstörungen; Autismus-Spektrum-Störungen; Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität; Autismus-Spektrum-Störungen; Alltagsaktivitäten; Kognitive Fähigkeiten; Hirnfunktionsstörungen; Kognitive Entwicklung; Epilepsie

 weitere Schlagworte:

2000 (BRIEF, englischsprachige Originalfassung); 2003 (BRIEF-P, englischsprachige Preschool Version); Hogrefe TestSystem; Testing-on-Demand; BRIEF-Eltern; BRIEF-Lehrer; BRIEF-SB (Selbstbeurteilungsversion); Exekutiver Gesamtwert; Kognitiver Regulations-Index; Verhaltensregulations-Index; ab 6 Jahre; bis 16 Jahre (Eltern- und Lehrerversion); ab 11 Jahre; bis 16 Jahren (Selbstbeurteilung); 86 Items (Eltern- und Lehrerversion); 80 Items (Selbstbeurteilungsversion); Skalen: 1 Hemmung, 2 Umstellen, 3 Emotionale Kontrolle, 4 Initiative, 5 Arbeitsgedächtnis, 6 Planen/Strukturieren, 7 Ordnen/Organisieren, 8 Überprüfen; Validitätsskalen: 1 Inkonsistenzskala, 2 Negativitätsskala; Normierungs-/Untersuchungsjahr: 2011; Stichprobe(n): 921
 Klassifikation:

Neuropsychologische Diagnostik; Kognitive Entwicklung und Wahrnehmungsentwicklung; Psychosoziale Entwicklung und Persönlichkeitsentwicklung; Entwicklungsstörungen und Autismus
Sonstige Entwicklungstests; Neuropsychologische Verfahren
1.99; 11.22
 Anwendungstyp: Clinical Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Übersetzungen: English
 Land: United States
 Publikationsjahr: 2013
 Änderungsdatum: 201602
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