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Milestones of Normal Development in Early Years

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9006603
 

MONDEY - Milestones of Normal Development in Early Years (PSYNDEX Tests Review)

 

Milestones of Normal Development in Early Years/author
Synonym(e): Entwicklungstagebuch zur Beobachtung und Begleitung in den ersten Jahren; Frühkindliche Entwicklung beobachten und dokumentieren; Heidelberger Entwicklungstagebuch (HENT-P)

 Pauen, S.
 (2011). Vom Baby zum Kleinkind: Entwicklungstagebuch zur Beobachtung und Begleitung in den ersten Jahren. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

ISBN: 9783827427793
Preis: Euro 9,99 (Stand: 16.9.2014)

 Bezugsquelle: Jacobs-Pauen Projekt MONDEY, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Psychologisches Institut, Entwicklungspsychologie und Biopsychologie, Hauptstraße 47-51, D-69117 Heidelberg; E-Mail: sabina.pauen@psychologie.uni-heidelberg.de; URL: http://www.mondey.de/; Stand: 16.9.2014
Anmerkung: MONDEY umfasst ein Entwicklungstagebuch, eine Kurzskala sowie eine Internetplattform, mit deren Hilfe die kindliche Entwicklung beobachtet und dokumentiert werden kann.

 Adresse(n): o Prof. Dr. Sabina Pauen (geb. Lamsfuss), Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Psychologisches Institut, Entwicklungspsychologie und Biologische Psychologie, Hauptstraße 47-51, D-69117 Heidelberg ; E-Mail: sabina.pauen@psychologie.uni-heidelberg.de ; URL: http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/entw/personen/pauen.html ; Stand: 31.8.2016
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Bei MONDEY handelt es sich um ein Programm zur Beobachtung der normalen frühkindlichen Entwicklung null- bis dreijähriger Kinder. Angewendet werden kann MONDEY von allen Personen (Eltern, Großeltern, Tagesbetreuern, Frühpädagogen, Kinderärzten etc.), die mit Kindern zu tun haben und deren Entwicklung differenziert beobachten und fördern möchten. Im Rahmen der über Monate hinweg durchgeführten Entwicklungsdokumentation lassen sich darüber hinaus Entwicklungsauffälligkeiten aufdecken und der Entwicklungsstand des Kindes einschätzen.


Aufbau:
Das MONDEY-Programm setzt sich aus einem Entwicklungstagebuch, einer Kurzskala sowie einer Internetplattform zusammen, mit deren Hilfe die Entwicklungsbeobachtung/-dokumentation vorgenommen werden kann. Beobachtet werden 111 kindliche Verhaltensweisen, die als Meilensteine bezeichnet werden und acht Teilbereichen zugeordnet sind (Grobmotorik, Feinmotorik, Sprache, Selbstregulation, Gefühle, Denken, Soziale Beziehungen, Wahrnehmung). Alle Meilensteine müssen an zwei verschiedenen Tagen unter Angabe des Datums beobachtet werden, damit sie als erreicht gelten können.


Grundlagen und Konstruktion:
Die Konstruktion des MONDEY erfolgte auf Grundlage vorher definierter Kriterien. Die Auswahl der Entwicklungsbereiche richtete sich nach entwicklungspsychologischen Erkenntnissen und praktischen Erwägungen. Die Meilensteine wurden aus anderen entwicklungsdiagnostischen Instrumenten übernommen, zum Teil jedoch auch neu formuliert. Die Pilotversion "Heidelberger Entwicklungstagebuch" (HENT-P) bestand aus 104 Meilensteinen und wurde 2009 im Zuge eines Projektes erprobt und als tauglich bewertet. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wurde HENT-P einer Revision unterzogen, aus der schließlich das Programm MONDEY in seiner aktuellen Fassung hervorging. Während die Grundkonzepte von HENT-P erhalten blieben, wurden einzelne Meilensteine optimiert oder ergänzt sowie Entwicklungsbereiche aufgeteilt oder neu benannt.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Während sich für die Bereiche Sprache (k = .58), Grobmotorik (k = .45) und Feinmotorik (k = .36) akzeptable bis gute Übereinstimmungen der Interraterreliabilität der Vorgängerversion HENT-P zeigten, fielen die Übereinstimmungen in den Bereichen Wahrnehmung und Denken (k = .30), Selbstregulation (k = .25), Gefühle (k = .21) und soziale Beziehungen (k = .19) gering aus.
Reliabilität: Abgesehen von ersten Befunden zur Interraterreliabilität liegen bisher keine Ergebnisse zur Reliabilität vor.
Validität: Hinsichtlich der Validität liegen bisher nur Befunde zur Konstruktvalidität der Vorgängerversion HENT-P vor. Mithilfe von Strukturgleichungsmodellen konnte gezeigt werden, dass die Meilensteine eines Bereiches in erwarteter Weise auf den zugehörigen Faktoren luden. In einer weiteren Analyse konnte ferner die Existenz eines weiteren übergeordneten Faktors "Allgemeiner Entwicklungsstand" bestätigt werden, sodass sich die theoretische Fundierung des Instruments im Sinne der Konstruktvalidität abbilden ließ. Der Einbezug des Alters in die Analysen zeigte, dass ältere Kinder erwartungsgemäß bereits eine größere Anzahl an Meilensteinen beherrschen als jüngere Kinder.
Normen: Es liegen bisher keine Normen vor.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

"Milestones of Normal Development in Early Years" (MONDEY; Pauen, 2011; Pauen & Ganser, 2012) steht für ein Programm zur Beobachtung von Säuglingen und Kleinkindern im Alter von null bis drei Jahren. Es bietet die Möglichkeit, neu erlerntes Verhalten differenziert zu dokumentieren und Kinder - auf Grundlage der Beobachtungen - in ihrer Entwicklung gezielt zu fördern. Darüber hinaus lassen sich auch Entwicklungsverzögerungen frühzeitig aufdecken.
Der Mensch kommt im Gegensatz zu vielen Tieren mit einem vergleichsweise unreifen Gehirn zur Welt. Im Laufe der ersten Lebensjahre verdreifacht sich das Gehirnvolumen des Kindes, indem die bereits bei Geburt angelegten Nervenzellen zunehmend entwickelt und miteinander verknüpft werden. Nach der Definition von Pauen, Frey & Ganser (2012, S. 22) bezeichnet "Entwicklung (...) altersgebundene Veränderungen im Verhalten und Erleben, die durch ein Zusammenspiel von Erbanlagen, Umwelterfahrungen und eigener Aktivität zustande kommen und den Erfahrungsraum des Kindes nachhaltig verändern". Neben den genetischen Grundvoraussetzungen und der eigenen Aktivität des Kindes gestalten Erwachsene die Umwelt des Kindes maßgeblich mit, indem sie das Kind anregen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren, aber auch Geduld beweisen, wenn das Kind die nötige Reife für ein Verhalten noch nicht besitzt. Aufgrund des großen Einflusses Erwachsener auf die kindliche Entwicklung wurde in den letzten Jahren die Forderung nach einer qualifizierten Krippenbetreuung immer größer (z.B. Schäfer, 2008). Diese setzt zunächst eine genaue Beobachtung des kindlichen Verhaltens voraus, die durch geeignete Beobachtungsinstrumente erleichtert werden kann.
Entwicklung wird auch im Rahmen des MONDEY-Programms als stufenweiser Aufbau von Teilfähigkeiten konzeptualisiert. Bereits prominente Forscher wie Freud (1926) oder Piaget (1936/1963) betrachteten Entwicklung als Abfolge von Teilschritten, die sie unterschiedlich benannten. Während Freud den Begriff der psychosexuellen Phasen prägte, sprach Piaget von Stadien der Denkentwicklung. Sabina Pauen (2011) verwendet zur Bezeichnung der Entwicklungsschritte, die während der Entwicklungsdokumentation des MONDEY betrachtet werden, den Begriff der Meilensteine. Unter einem Meilenstein versteht sie Verhaltensweisen, die sich im Alltag gut beobachten lassen. Anders als die von Michaelis und Niemann (2010) beschriebenen "Grenzsteine" der Entwicklung geht es nicht um Fähigkeiten, die bis zu einem bestimmten Alter vorhanden sein müssen. Im Gegenteil: Da die Entwicklungsverläufe von Kindern stark variieren können, wurde bewusst auf Altersangaben verzichtet (Pauen, 2011).
Zur Einschätzung des Entwicklungsstandes von Säuglingen und Kleinkindern existieren bereits verschiedene standardisierte Verfahren, die allerdings nach Pauen, Heilig et al. (2012) nur einen Teil der Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis erfüllen (eine Auflistung der Kriterien findet sich im Abschnitt "Testkonstruktion"). Die meisten der bereits etablierten und häufig eingesetzten Verfahren (z.B. Bayley Scales of Infant Development III, BSID-III, Bayley, 2006; Entwicklungstest sechs Monate bis sechs Jahre - Revision, ET 6-6-R, Petermann & Macha, 2013) setzen einen Einsatz durch speziell geschulte Personen voraus und gehen mit einem großen Zeitaufwand einher. Im Vergleich zu anderen Test (z.B. den Beller Entwicklungsskalen, Beller & Beller, 2000) werden die zu beachtenden Verhaltensweisen des Kindes im MONDEY detailliert beschrieben und in einen Entwicklungsverlauf eingeordnet. Zur Beurteilung des Entwicklungsstandes werden differenziert alle Einzelbeobachtungen berücksichtigt; es erfolgt keine Bewertung anhand eines Gesamttest-Wertes. MONDEY dient außerdem zur Erfassung der "normalen" Entwicklung, im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungstests, die auf die Feststellung möglicher Verhaltensstörungen abzielen.
 

Testaufbau

Das Beobachtungsinventar MONDEY gliedert sich in acht übergeordnete Entwicklungsbereiche. Für jeden Entwicklungsbereich lassen sich verschiedene Teilbereiche abgrenzen, unter denen wiederum insgesamt 111 verschiedene Meilensteine zusammengefasst werden. Im Folgenden wird ein Überblick über die acht Entwicklungsbereiche mit ihren jeweiligen Teilbereichen gegeben. In Klammern findet sich die Anzahl der zugehörigen Meilensteine:
1 Grobmotorik: Kopfkontrolle (2), Rumpfkontrolle (2), Beinkontrolle (3), Fortbewegung am Boden (2), Fortbewegung im Stehen (4), Balance (2), Hüpfen (2), Fahren (1), Werfen/Fangen (2);
2 Feinmotorik: Hand-Körper-Koordination (3), Objekte greifen und halten (3), Gegenstände manipulieren (4), Essen/Trinken (2), Zeichnen (2), An- und Ausziehen (4);
3 Wahrnehmung: Sehen (3), Hören (2), Erinnern (2);
4 Denken: Symbolisieren (3), Räumlich ordnen (2), Planen (3);
5 Sprache: Laute (3), Silben (2), Erste Worte (3), Besondere Worte (4), Sätze (4);
6 Soziale Beziehungen: Nähe-Distanz-Regulierung (4), Erste Kommunikation (3), Gemeinsame Raum und Gegenstandsbezüge herstellen (3), Fremde und vertraute Personen unterscheiden (4), Kooperation im Alltag (3), Gemeinsam spielen (5);
7 Selbstregulation: Impulse kontrollieren (3), Schlaf regulieren (2), Ausscheidungen regulieren (3);
8 Gefühle: Einfache Gefühle zeigen (4), Über Gefühle reden (3), Komplexe Gefühle zeigen (5).
Die Reihenfolge der Meilensteine jedes Teilbereiches orientiert sich an der Reihenfolge, in der die Verhaltensweisen üblicherweise vom Kind erlernt werden. Das Entwicklungstagebuch (siehe Abschnitt "Testformen") bietet pro Teilbereich einen kurzen Überblick über die maßgeblichen Veränderungen innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Für jeden Meilenstein steht eine Doppelseite zur Verfügung. Auf der ersten Seite findet sich eine Erläuterung der betrachteten Fähigkeit. Außerdem werden Möglichkeiten beschrieben, anhand derer die interessierende Fähigkeit durch erwachsene Bezugspersonen des Kindes gefördert werden kann. Auf der zweiten Seite ist die Meilenstein-Verhaltensweise nochmals in Form eines kurzen Satzes präzisiert und wird anhand eines Fotos illustriert. Weiter unten bietet die Seite Platz zum Eintragen des aktuellen Datums sowie des Datums der ersten und zweiten Beobachtung des jeweiligen Verhaltens.
Bei der Kurzskala (Pauen, 2011, S. 283 ff.) handelt es sich hingegen um eine handliche Papierversion, auf der die Meilensteine lediglich tabellarisch entsprechend der Reihenfolge der jeweiligen Teilbereiche aufgeführt sind. Es gibt eine Spalte, in der sich ebenfalls die Daten der ersten und zweiten Beobachtung des entsprechenden Verhaltens eintragen lassen. Darüber hinaus steht eine weitere Spalte zur Verfügung, die im Rahmen der Bestandsaufnahme genutzt werden kann, indem sie mit einem Häkchen markiert wird, wenn die Verhaltensweise bereits beherrscht wird, oder mit einem Strich, falls dies nicht der Fall ist.
Vor dem Ausfüllen des Entwicklungstagebuchs bzw. der Kurzskala werden verschiedene "Stammdaten" erfragt: Zunächst werden Angaben zum Beobachter erhoben (u.a. Rolle, Geschlecht, Schulabschluss, Berufsausbildung). Anschließend werden Informationen zum Kind (Geburtstag, Schwangerschaftswoche bei Geburt, Geschlecht, Nationalität, Sprache, Krankheiten) und den Eltern (u.a. Geburtsjahr, Schulabschluss, Berufsausbildung) erfasst. Es soll auch angegeben werden, bei wem das Kind lebt, wer die Hauptbezugspersonen sind, wie viele Geschwister das Kind hat und wann diese geboren wurden. Zuletzt wird der Nutzer gebeten, in einer Art Wochenplan einzutragen, bei wem das Kind, wann, wie viel Zeit verbringt. Ferner wird eingetragen, wann mit der Dokumentation begonnen und wann diese beendet wurde.
 

Auswertungsmodus

Da es sich bei dem vorliegenden Inventar um ein Beobachtungsinventar handelt, gehen Durchführung und Auswertung unmittelbar miteinander einher und werden im Abschnitt "Instruktion" genauer erörtert.
 

Auswertungshilfen

Es liegen keine Auswertungshilfen vor.
 

Auswertungszeit

Siehe Durchführungszeit.
 

Itembeispiele

Im Folgenden wird zu jedem der acht Teilbereiche exemplarisch ein Meilenstein dargestellt:
(1) Teilbereich Grobmotorik, Kopfkontrolle; Meilenstein 1 Köpfchen alleine heben: "Kind liegt auf dem Bauch, hat die Arme angewinkelt neben dem Körper liegen und hebt sein Köpfchen aus eigener Kraft so hoch, dass das Kinn nicht mehr die Auflage berührt. Diese Position kann es mehr als 3 Sekunden halten."
(2) Teilbereich Feinmotorik, Hand-Körper-Koordination; Meilenstein 21 Hände vor dem Körper zusammenführen und sich mit den Fingern beschäftigen: "Kind führt beide Hände vor den Augen gezielt zusammen und guckt sie dabei an, zupft oder zieht an seinen Fingerchen und/oder spielt mit ihnen."
(3) Teilbereich Wahrnehmung, Hören; Meilenstein 42 Sich nach Geräuschquellen hinter dem Rücken umdrehen: "Wenn das Kind ein Geräusch hinter seinem Rücken wahrnimmt, dreht es seinen ganzen Körper und Rücken, um die Geräuschquelle auch sehen zu können."
(4) Teilbereich Denken, Planen; Meilenstein 50 Gezielte Verkettung von Teilhandlungen: "Kind führt geplant zwei Teilhandlungen nacheinander aus, um ein Ziel zu erreichen (z.B. Schublade öffnen, um dann einen Gegenstand zu greifen, Löffel holen, um Brei zu essen)."
(5) Teilbereich Sprache, Laute; Meilenstein 56 Verdoppelung von Silben: "Kind übt gezielt, bestimmte Silben zu wiederholen (z.B. ba-ba, ma-ma, po-po). Es wird mehr als eine Silbenverdopplung wiederholt produziert."
(6) Teilbereich Soziale Beziehungen, Vorsprachliche Kommunikation; Meilenstein 75 Objekte anbieten/einfordern: "Kind reicht seinem Gegenüber ein Spielzeug und schaut der anderen Person dabei in die Augen, oder es streckt die Hand nach einem Spielzeug aus und betrachtet dabei das Gesicht seines Gegenübers."
(7) Teilbereich Selbstregulation, Ausscheidungen regulieren; Meilenstein 98 Tagesverlauf ohne in die Hose/Windel zu machen: "Kind bleibt die ganze Nacht trocken. Es macht nicht in die Hose."
(8) Teilbereich Gefühle, Über Gefühle reden; Meilenstein 105 Über Körperzustände oder Gefühle anderer reden: "Kind spricht über die Körperzustände oder Gefühle eines anderen. Es verwendet Worte, die Gefühle beschreiben und ordnet sie anderen Personen zu (z.B. 'Kind hat Aua/ist böse')."
 

Durchführung

 

Testformen

Beim MONDEY handelt es sich nicht um einen Test im eigentlichen Sinne. Derzeit existiert beispielsweise noch keine Vergleichsstichprobe zur Normierung des Entwicklungsstandes eines Kindes. Es handelt sich um ein Programm, das sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt, die letztlich alle der Beobachtung von Entwicklungsschritten und deren Dokumentation dienen. Zu den Bausteinen zählen ein Entwicklungstagebuch, eine Kurzskala und eine Internetplattform. Darüber hinaus steht ein Fortbildungsangebot für ungeübte Anwender zur Verfügung.
 

Altersbereiche

Das MONDEY-Programm dient der Beobachtung 0- bis 3-jähriger Kinder.
 

Durchführungszeit

In den Ausführungen der Autoren finden sich keine genauen Angaben zur Durchführungszeit des MONDEY. Diese variiert in Abhängigkeit der Vertrautheit mit dem Inventar. Während sich ungeübte Nutzer zunächst über die einzelnen Meilensteine informieren müssen, können geübte Nutzer ihre Beobachtungen ohne Nachlesen direkt in die Kurzskala eintragen. Liegt grundlegendes Wissen zu den Meilensteinen vor, sollte die Bestandsaufnahme in 20 bis 30 Minuten durchführbar sein. Hinzu kommt die Zeit, die benötigt wird, das Kind zu beobachten und die Beobachtungen im Idealfall über drei Jahre hinweg mindestens einmal wöchentlich zu dokumentieren.
 

Material

Dem Anwender des MONDEY stehen folgende Materialien zur Verfügung: (1) Ein Entwicklungstagebuch, dessen Gliederung im Abschnitt "Testaufbau" genauer dargestellt wird. Es enthält Beschreibungen zu allen Meilensteinen, passende Illustrationen durch Fotografien, Felder zur schriftlichen Dokumentation und Förderanregungen.
(2) Eine 24-seitige Kurzskala, die ebenfalls im Abschnitt "Testaufbau" genauer beschrieben wird und die eine übersichtliche Darstellung und Dokumentation aller Meilensteine ermöglicht. Ihre Anwendung setzt allerdings voraus, dass sich der Anwender zuvor eingehend mit den ausführlicheren Meilensteinbeschreibungen auseinandergesetzt hat. Die Kurzskala steht im Internet kostenfrei zur Verfügung und liegt ebenfalls in englischer, türkischer und russischer Übersetzung vor.
(3) Eine Internetplattform (www.mondey.de), auf der sich - nach einer kostenfreien Registrierung - eine Online-Dokumentation vornehmen lässt. Hier können Datensätze ausgewertet und ein individuelles Feedback zur Entwicklung des entsprechenden Kindes eingeholt werden.
 

Instruktion

Vor der Entwicklungsbeobachtung (mithilfe des Entwicklungstagebuches oder der Kurzskala) erhält der Anwender die Information, dass die Arbeit mit MONDEY in vier Schritten erfolgt. Er wird angewiesen zunächst die Stammdaten anzugeben (siehe "Testaufbau") und anschließend eine Bestandsaufnahme durchzuführen, während derer zu erfassen ist, welche Meilensteine das Kind bereits erreicht hat. Dazu sollte der Nutzer innerhalb von drei Tagen alle Meilensteine durchgehen und kennzeichnen, welche Meilensteine das Kind bereits beherrscht. Falls er nicht sicher ist, ob eine Verhaltensweise bereits im Verhaltensrepertoire des Kindes vorhanden ist, gilt es eine Beobachtungssituation herzustellen, die eine Einschätzung ermöglicht. Im Anschluss wird der Anwender angewiesen, die kontinuierliche Entwicklungsdokumentation zu beginnen. Dies erfordert, dass sich der Beobachtende in regelmäßigem Rhythmus (wünschenswert wäre eine einmal wöchentlich stattfindende Dokumentation) überlegt, ob es seit der letzten Dokumentation Fortschritte in der Entwicklung des Kindes gab. Im Falle, dass das Kind einen neuen Meilenstein erreicht hat, wird das Datum der Beobachtung im dafür vorgesehenen Feld notiert. Wird das Verhalten zweimal an einem Tag beobachtet, darf es trotzdem nur einmal notiert werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, ob sich das Verhalten an einem späteren Tag wiederholt, um auch das zweite Datumsfeld ausfüllen zu können und den Meilenstein damit als "erreicht" zu klassifizieren. Längere Pausen während der Entwicklungsdokumentation sollten generell vermieden werden. Wird der Beobachtungszeitraum dennoch für mehr als drei Wochen unterbrochen, ist dies in den Stammdaten entsprechend zu notieren (Ende des ersten Beobachtungszeitraumes und Beginn des zweiten Beobachtungszeitraumes nach der Pause). Anschließend sollte erneut ihm Rahmen einer zweiten Bestandsaufnahme geprüft werden, welche Meilensteine in der Zwischenzeit erreicht wurden. Insgesamt lassen sich sechs Dokumentationszeiträume festlegen. Veränderungen in der Familien- oder Betreuungssituation des Kindes sollten im Feld Anmerkungen notiert werden. Zuletzt wird der Nutzer gebeten, die von ihm erfassten Daten auf der Internetplattform einzugeben, um sie für die weitere Forschung nutzbar zu machen.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Die beobachtende Person soll über mindestens drei Wochen hinweg mit dem zu beobachtenden Kind täglich mehrere Stunden Zeit verbracht haben. Sollte es sich bei dem Beobachter nicht auch gleichzeitig um einen Erziehungsberechtigten handeln, sind die Erziehungsberechtigten über die Anwendung des Inventars aufzuklären.
 

Testkonstruktion

Die Auswahl der Entwicklungsbereiche des Beobachtungsinventars MONDEY erfolgte nach neuesten entwicklungspsychologischen Erkenntnissen und praktischen Erwägungen. Einige Meilensteine wurden aus anderen entwicklungsdiagnostischen Instrumenten übernommen, andere wurden ganz neu formuliert. Der Veröffentlichung von MONDEY ging zunächst die Entwicklung der Vorgängerversion, das "Heidelberger Entwicklungstagebuch" (HENT-P; Pauen, 2008), voraus. Dieses bestand aus 104 Meilensteinen, die den Bereichen "Grobmotorik", "Feinmotorik", "Wahrnehmung und Denken", "Sprache und Kommunikation", "Soziale Beziehungen", "Selbstregulation" und "Umgang mit Gefühlen" zugeordnet waren. Jeder Meilenstein wurde in Form eines kurzen Satzes näher beschrieben; es lag allerdings weder eine ausführliche Beschreibung in Buchform noch ein Schulungskonzept vor. HENT-P wurde 2009 im Rahmen des Projektes "QUASI Heidelberg - Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in Heidelberger Kindertageseinrichtungen" (Roos, Heck & Tettenborn, 2010; Roos & Schöler, 2007) erprobt und als praxistauglich bewertet. Anhand von Erfahrungsberichten der Anwender sowie Itemanalysen wurden einzelne Meilensteine optimiert und ergänzt. Im Zuge der Entwicklung des MONDEY wurden die Entwicklungsbereiche "Wahrnehmung" und "Denken" in zwei eigenständige Bereiche differenziert. Des Weiteren wurden manche Entwicklungsbereiche neu benannt, während die Grundkonzepte des HENT-P erhalten blieben.
Das Beobachtungsinstrument MONDEY wurde auf Grundlage der folgenden Kriterien entwickelt (Pauen, Heilig et al., 2012):
(1) Alle beobachteten Verhaltensweisen basieren auf Forschungsergebnissen, sind alltagsrelevant, präzise beschrieben und von prognostischer Bedeutung.
(2) Sie sollten alle bedeutsamen Bereiche der frühkindlichen Entwicklung abdecken. Die Zuordnung zu diesen Bereichen erfolgt auf empirischem Wege.
(3) Objektivität und Reliabilität sollten überprüft und als gegeben eingeschätzt werden.
(4) Auf Altersangaben sollte zur Vermeidung von Verzerrungen verzichtet werden.
(5) Mithilfe des Instruments sollte sowohl eine Bestandsaufnahme als auch eine kontinuierliche Dokumentation ermöglicht werden.
(6) Sowohl der Durchführungs- als auch der Einarbeitungsaufwand sollten sich im annehmbaren Rahmen bewegen.
(7) Das Verfahren sollte für Eltern, Erzieher, Tagesmütter etc. anwendbar sein.
(8) Das Instrument sollte kostengünstig sein.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Erste Hinweise für die Objektivität des Instruments MONDEY bieten die Befunde einer Studie, die im Rahmen der Untersuchung der Vorgängerversion HENT-P (Tettenborn, Ganser, Haffner, Pauen & Roos, 2011) durchgeführt wurde. In dieser Studie wurden Eltern und Erzieher von 283 Kindern im Alter zwischen 12 und 35 Monaten (M = 25, SD = 6) gebeten, über drei Wochen hinweg parallel die Entwicklung des Kindes zu beobachten und zu dokumentieren. Als Maß für die Übereinstimmung wurde der Koeffizient Kappa (k) berechnet. Im Folgenden wird für jeden Entwicklungsbereich das mittlere Kappa angegeben (siehe Tettenborn et al., 2011, S. 222-227). Während sich für die Bereiche Sprache (k = .58), Grobmotorik (k = .45) und Feinmotorik (k = .36) akzeptable bis gute Übereinstimmungen zeigten, fielen die Übereinstimmungen in den Bereichen Wahrnehmung und Denken (k = .30), Selbstregulation (k = .25), Gefühle (k = .21) und soziale Beziehungen (k = .19) gering aus.
 

Reliabilität

Abgesehen von den Befunden zur Interraterreliabilität (siehe Abschnitt "Objektivität") liegen aktuell keine Reliabilitätsnachweise vor.
 

Validität

Hinsichtlich der Validität liegen bisher nur Befunde zur Konstruktvalidität der Vorgängerversion HENT-P vor. Da sich MONDEY und HENT-P inhaltlich jedoch in weiten Teilen überschneiden, lassen sich die Ergebnisse zur Validität des HENT-P nach Pauen, Heilig et al. (2012) auf MONDEY übertragen oder bieten zumindest erste Hinweise für dessen Validität. Zur Untersuchung der Gültigkeit von HENT-P wurden im Jahr 2008 Erzieher aus 30 verschiedenen Krippen im Großraum Heidelberg gebeten, über drei Wochen hinweg die Kurzskala des HENT-P im Hinblick auf 407 Kinder zwischen 12 und 35 Monaten zu kodieren. Mithilfe von Strukturgleichungsmodellen konnte gezeigt werden, dass die Meilensteine eines Bereiches in erwarteter Weise auf den zugehörigen Faktoren luden. In einer weiteren Analyse ließ sich außerdem die Existenz eines weiteren übergeordneten Faktors "Allgemeiner Entwicklungsstand" bestätigen. Nachfolgend wurde auch das Alter der Kinder einbezogen. In diesem Zusammenhang wiesen die berechneten Korrelationen zwischen den latenten Faktoren und dem Alter der Kinder sowie zwischen dem allgemeinen Entwicklungsstand und dem Alter der Kinder (r = .80; Pauen, Heilig et al., 2012, S. 68) darauf hin, dass ältere Kinder erwartungsgemäß bereits eine größere Anzahl an Meilensteinen beherrschen als jüngere Kinder. Im Sinne der Konstruktvalidität wurde damit zum einen die dem Instrument zugrunde gelegte theoretische Fundierung bestätigt und zum anderen belegt, dass sich HENT-P als Instrument zur Einschätzung des allgemeinen Entwicklungsstandes eignete.
 

Normierung

Da es sich bei dem beschriebenen Inventar nicht um ein klassisches Testinstrument handelt, liegen aktuell keine Normwerte vor. Die Autoren regen den Nutzer jedoch an, seine Beobachtungen über die Internetplattform des Programms hochzuladen oder die ausgefüllten Kurzskalen an die Forschungsgruppe zu senden, damit perspektivisch eine Normierung, auch über verschiedene Kulturen hinweg, vorgenommen werden kann.
 

Anwendungsmöglichkeiten

MONDEY richtet sich an alle, die privat (z.B. in den Rollen als Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel) oder im professionellen Kontext (als Erzieher, Babysitter, Frühpädagogen, Tagesmütter oder Kinderärzte) mit Kindern zusammen sind. Eltern bietet es die Möglichkeit, die Entwicklung ihres Kindes genau zu beobachten, wichtige Schritte festzuhalten und das Kind mithilfe der im Entwicklungstagebuch dargestellten Anleitungen gezielt zu fördern. Auch Betreuer und Erzieher können das Programm zur Beobachtung, Dokumentation und Förderung verwenden. Sowohl von Eltern als auch Erziehern/Frühpädagogen kann es als hilfreiches Instrument zur Vorbereitung auf Elterngespräche genutzt werden. Aufgrund der knappen und übersichtlichen Gestaltung lässt MONDEY ebenfalls eine Anwendung im Rahmen von Arztbesuchen zu, um sich einen kurzen Eindruck vom Entwicklungsstand des Kindes zu verschaffen. Auch in der Forschung lässt sich MONDEY als Instrument zur Erfassung der frühkindlichen Entwicklung vielseitig einsetzen.
 

Bewertung

Das MONDEY-Programm bietet die Möglichkeit, die frühkindliche Entwicklung sehr umfassend und detailliert zu beobachten und den Verlauf der einzelnen Entwicklungsschritte genau zu dokumentieren. Es wurde gezielt für die Anwendung durch Eltern oder Erzieher konzipiert, d.h. für diejenigen Personen, die viel Zeit mit dem zu beobachtenden Kind verbringen und daher die Entwicklung dauerhaft mitverfolgen können. Das Meilensteinkonzept dürfte auch für Anwender mit wenig Hintergrundwissen über die frühkindliche Entwicklung gut nachvollziehbar sein. Die einzelnen Meilensteine sind im Entwicklungstagebuch sehr anschaulich beschrieben, wodurch die Anwendung von MONDEY auch für ungeschulte Nutzer ermöglicht wird. Obwohl bei der Konzeption des Inventars auf die Ökonomie der Durchführung geachtet wurde und insbesondere das Vorliegen der Kurzskala eine vergleichsweise zeitsparende Durchführung ermöglicht, erfordert eine über drei Jahre hinweg vorgenommene Entwicklungsdokumentation ambitionierte und disziplinierte Anwender. Dennoch dürften Inventare wie das MONDEY zukünftig durch die verstärke Forderung nach Qualitätssicherung in der Krippenerziehung an Bedeutung gewinnen. Sehr positiv sind die bei jedem Meilenstein gegebenen Hinweise zur Förderung zu werten.
Die größten Nachteile des Instruments bestehen derzeit noch in den unzureichend überprüften Gütekriterien. Die im Rahmen der Untersuchung der Vorgängerversion HENT-P gewonnenen Befunde können lediglich als Hinweise für das Vorliegen von Reliabilität/ Objektivität/ Validität gewertet werden. Insbesondere die Ergebnisse zur Interraterreliabilität spiegeln außerdem die Schwächen von Beobachtungsinventaren wieder: Es wurde deutlich, dass sich nicht alle berücksichtigten Verhaltensbereiche des HENT-P ähnlich gut erfassen lassen, da insbesondere Denkprozesse und emotionales Erleben der unmittelbaren Beobachtung nur eingeschränkt zugänglich sind. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, inwieweit es der Forschergruppe um Sabina Pauen gelingt, durch die Datensammlung über die Internetplattform des MONDEY eine Normstichprobe zu gewinnen, sodass MONDEY langfristig als Test Verwendung findet, der eine normierte Einschätzung des Entwicklungsstandes eine Kindes zulässt.
 

Literatur

  • Bayley, N. (2006). Bayley Scales of Infant Development III. San Antonio: Psychological Corporation.
  • Beller, E.K. & Beller, S. (2000). Kuno Bellers Entwicklungstabelle. Berlin: Freie Universität Berlin, Institut für Kleinkindpädagogik.
  • Freud, S. (1926). Hemmung, Symptom und Angst. Frankfurt a.M.: Fischer.
  • Michaelis, R. & Niemann, G. (2010). Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie: Grundlagen und diagnostische Strategien. Stuttgart: Thieme.
  • Pauen, S. (2008). Heidelberger Entwicklungstagebuch - Pilotversion. HENT-P (0-3 Jahre). Beobachtungsbogen für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher. Unveröffentlichtes Manuskript, Universität Heidelberg.
  • Pauen, S. (2011). Vom Baby zum Kleinkind: Entwicklungstagebuch zur Beobachtung und Begleitung in den ersten Jahren. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Pauen, S., Frey, B. & Ganser, L. (2012). Entwicklungspsychologie in den ersten drei Lebensjahren. In M. Cierpka (Hrsg.), Frühe Kindheit 0-3 Jahre. Beratung und Psychotherapie für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern (S. 21-37). Berlin: Springer.
  • Pauen, S. & Ganser, L. (2012). Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation für Kinder von 0-3 Jahren mit MONDEY (Milestones of Normal Development in Early Years). In M.R. Textor (Hrsg.), Kindergartenpädagogik - Online-Handbuch. (online im Internet, URL: http://www.kindergartenpaedagogik.de/2082.html ; Stand: 16.9.2014)
  • Pauen, S., Heilig, L., Danner, D., Haffner, J., Tettenborn, A. & Roos, J. (2012). Milestones of Normal Development in Early Years (MONDEY): Konzeption und Überprüfung eines Programms zur Beobachtung und Dokumentation der frühkindlichen Entwicklung von 0-3 Jahren. Frühe Bildung, 1 (2), 64-70.
  • Petermann, F. & Macha, T. (2013). ET 6-6-R. Entwicklungstest für Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren - Revision. Frankfurt am Main: Pearson.
  • Piaget, J. (1936/1963). The origins of intelligence in children. New York: Norton.
  • Roos, J., Heck, M. & Tettenborn, A. (2010). Das Projekt QUASI Heidelberg. Die Umsetzung des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung in Baden-Württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen. In H. Hoffmann, U. Rabe-Kleberg, S. Viernickel, I. Wehrmann & R. Zimmer (Hrsg.), Starke Kitas - starke Kinder. Wie die Umsetzung der Bildungspläne gelingt (S. 101-113). Freiburg: Herder.
  • Roos, J. & Schöler, H. (2007). QUASI Heidelberg. Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in Heidelberger Kindertageseinrichtungen. Eine Projektbeschreibung. Perspektiven, 73, 39-45.
  • Schäfer, G.E. (Hrsg.). (2008). Bildung beginnt mit der Geburt: ein offener Bildungsplan für Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Berlin: Cornelsen Scriptor.
  • Tettenborn, A., Ganser, L., Haffner, J., Pauen, S. & Roos, J. (2011). Entwicklungsbeobachtung von Kindern im Alter von 1-3 Jahren: Inwiefern stimmen die Beobachtungen von Eltern und pädagogischen Fachkräften überein? In K. Fröhlich-Gildhoff, I. Nentwig-Gesemann & H.-R. Leu (Hrsg.), Forschung in der Frühpädagogik IV. Schwerpunkt: Beobachten, Verstehen, Interpretieren, Diagnostizieren (Band 9, S. 213-234). Freiburg: FEL Verlag.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Pauen, S. (2017). Milestones of Normal Development in Early Years (MONDEY). In F. Petermann & S. Wiedebusch (Hrsg.), Praxishandbuch Kindergarten. Entwicklung von Kindern verstehen und fördern (S. 172-193). Göttingen: Hogrefe.
  • Pauen, S. & Roos, J. (2017). Entwicklung in den ersten Lebensjahren (0-3 Jahre) (mit Online-Materialien). München: Reinhardt. -PSYNDEX-Lit Dok.-Nr. 0326681
 

Rezensionen

  • Irblich, D. (2018). Pauen, S., Roos, J. (2017). Entwicklung in den ersten Lebensjahren (0-3 Jahre). München: Reinhardt, 148 Seiten, 19,90 Euro (Buchbesprechung). Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 67 (2), S. 218.
  • Ochtrup, M.-T. (2018). Pauen, S., & Roos, J. (2017). Entwicklung in den ersten Lebensjahren (0-3 Jahre). München: Ernst Reinhardt, 148 S., Euro 19,90 (Rezension). Logos, 26 (2), S. 131.
  • Warnke, A. (2018). Sabina Pauen, Jeanette Roos (2017). Entwicklung in den ersten Lebensjahren (0-3 Jahre). Reinhardt, München. Mit 20 Abbildungen und 4 Tabellen. Mit online-Material (Rezension). Frühförderung interdisziplinär, 37 (3), 167-168. https://doi.org/10.2378/fi2018.art26d
 
 Kathrin Müller (10.08.2014)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Computerized Assessment; Observation Methods; Developmental Measures; Caregivers; Parents; Pediatricians; Developmental Psychology; Child Care; Cognitive Development; Delayed Development; Developmental Disabilities; Early Childhood Development; Early Intervention

Computergestützte Messung; Beobachtungsmethoden; Entwicklungstests; Pflegepersonen; Eltern; Pädiater; Entwicklungspsychologie; Kinderbetreuung; Kognitive Entwicklung; Entwicklungsverzögerung; Entwicklungsstörungen; Entwicklung in der frühen Kindheit; Frühförderung

 weitere Schlagworte:

2012 (MONDEY); Entwicklungstagebuch; Kurzskala; Internetplattform; Dokumentation; Kleinkind; Säugling; Entwicklungsgeschichte; Entwicklungskalender; Entwicklungsprofil; Frühkindliche Entwicklung; 111 Meilensteine; ab 0 Jahre; bis 3 Jahre; Entwicklungsbereiche: 1 Grobmotorik: 1a Kopf, 1b Rumpf, 1c Beine, 1d Fortbewegung am Boden, 1e Fortbewegung im Stehen, 1f Balance im Stehen, 1g Hüpfen, 1h Werfen/Fangen; 2 Feinmotorik: 2a Hand-Körper-Koordinatin, 2b Objekt greifen und halten, 2c Gegenstände manipulieren, 2d Essen und Trinken, 2e Zeichnen, 2f An- und Ausziehen; 3 Wahrnehmung: 3a Sehen, 3b Hören, 3c Erinnern; 4 Denken: 4a Darstellen und Symbolisieren, 4b Räumlich ordnen, 4c Planen;; 5 Sprache: 5a Laute, 5b Silben, 5c Worte, 5d Besondere Worte, 5e Sätze; 6 Soziale Beziehungen: 6a Nähe-Distanz regulieren, 6b Vorsprachliche Kommunikation, 6c Gemeinsame Bezüge herstellen, 6d Fremde und vertraute Personen unterscheiden, 6e Kooperation im Alltag, 6f Gemeinsam spielen
 Klassifikation:

Entwicklungstests; Kognitive Entwicklung und Wahrnehmungsentwicklung; Psychosoziale Entwicklung und Persönlichkeitsentwicklung; Entwicklungsstörungen und Autismus
Allgemeine Entwicklungstests; Explorations- und Anamneseschemata
1.2; 13.3
 Anwendungstyp: Remedial Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Other Publication (90; 922)
 Sprache: German
 Übersetzungen: English, Turkish, Russian
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2011
 Änderungsdatum: 201810
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