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Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9003755
 

TAKIWA - Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung (PSYNDEX Tests Review)

 

Goettingen Developmental Test of Tactile-Kinesthetic Perception/author

 Kiese-Himmel, C.
 (2003). TAKIWA. Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung [Testkoffer mit Manual, 10 Protokollbögen, Materialsatz zu Untertest 1, Materialsatz zu Untertest 4, Materialsatz zu Untertest 2, 3, 5, 6 und 7, Fühlkasten und Unterlegmatte]. Göttingen: Beltz.

Preis: Euro 498,00 (Test komplett; Stand: 12.1.2005).

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: info@testzentrale.de ; Stand: 1.11.2019.

 Adresse(n): o Prof. Dr. Christiane Kiese-Himmel, Georg-August Universität Göttingen, Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Phoniatrisch/Pädaudiologische Psychologie, Waldweg 37, D-37073 Göttingen ; E-Mail: ckiese@med.uni-goettingen.de ; URL: http://www.phon-paed-psychologie.uni-goettingen.de/taktil00.htm ; Stand: 29.01.2013
 WWW-Informationen:
  • o Renner, G. (2005). Psychodiagnostik für die Praxis: TAKIWA, Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung [Rezension] [PDF] (http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2005/486/pdf/pdf12.pdf) (Stand: 9.5.2005).
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Der TAKIWA kann bei drei- bis sechsjährigen Kindern angewendet werden, um mögliche Beeinträchtigungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung frühzeitig zu entdecken und ggf. Fördermaßnahmen ergreifen zu können.


Aufbau:
Der TAKIWA besteht aus 47 Items. Für alle Aufgaben wird ein "Fühlkasten" benutzt: Das Kind hat die Hände durch eine Öffnung zu stecken, die durch einen Vorhang abgeschirmt wird. Auf diese Weise hat das Kind keine Sicht auf die Testaufgaben. Zu allen Untertests werden Übungsaufgaben durchgeführt (mit/ohne Sicht). Nach jedem Untertest wird die Kooperationsbereitschaft des Kindes vom Untersucher auf einer vierstufigen Skala (1 = sehr gut bis 4 = keine) eingeschätzt. Bei mehrmalig "schlechter" oder "keiner" Kooperation sollte die Testfortsetzung verschoben werden. Die Items sind folgenden Prüfdimensionen zugeordnet: (1) Stereognosie von Objekten, (2) Berührungslokalisation im Hand- und Unterarmbereich, (3) Zwei-Punkt-Diskrimination, (4) Stereognosie von Objektqualitäten, (5) Uni- und dihaptische Fingeridentifikation, (6) Druckempfindlichkeit, (7) Graphästhesie.


Grundlagen und Konstruktion:
Für die Entwicklung des Menschen ist der Tast- und Bewegungssinn als komplexe sensomotorische Sinnesmodalität von großer Bedeutung. Durch taktile Empfindungen erhält ein Kind erste sensible und motorische Informationen zur Beschaffenheit von Objekten. Störungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung können die Entwicklung affektiver, aber vor allem kognitiver Prozesse beeinträchtigen: So sind taktile Empfindungen und die Propriozeption im Bereich der Hände Voraussetzung für manuelle Geschicklichkeit, die ihrerseits für den Erwerb von Handschrift, Schriftbild, Schreibbeweglichkeit Bedeutung hat. Da im deutschsprachigen Raum bisher kein eigens zur Untersuchung taktil-kinästhetischer Wahrnehmung konzipiertes psychologisches Testinstrument vorliegt, sollte diese Lücke geschlossen werden. Im Manual werden alle im TAKIWA verwendeten Prüfdimensionen ausführlich theoretisch erläutert und ihre praktische Relevanz sowie ihre Entwicklung dargestellt. Eine erste Aufgabensammlung für den TAKIWA fand anhand theoretischer Überlegungen, empirischer Befunde, klinischer Erfahrungen sowie Untersuchungen mit Aufgaben der "Tübinger Luria-Christensen Neuropsychologischen Untersuchungsreihe für Kinder" (TÜKI) sowie von adaptierten Aufgabentypen aus anderen neuropsychologischen Testverfahren statt. Es wurden sieben Prüfdimensionen mit unterschiedlicher Aufgabenzahl festgelegt, die die taktil-kinästhetische Wahrnehmungsfähigkeit primär an den Händen (und Unterarmen) möglichst umfassend abbilden sollten. Die elementaren Empfindungen des Temperatur- und Schmerzsinns blieben unberücksichtigt. Anhand verschiedener Stichproben wurde der TAKIWA mehrfach revidiert. Aufgrund der Trennschärfe- und Schwierigkeitsanalysen wurden weniger geeignete Items eliminiert, neue entwickelt, Lösungskriterien präzisiert, Abbruchkriterien festgelegt etc. Die Testendform erwies sich gegenüber der Vorform als schwieriger und besser in der Lage, den Entwicklungsverlauf der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung im Alter von 36-66 Monaten abzubilden. Die Interkorrelationen der Prüfdimensionen lagen bis auf wenige Ausnahmen unter .25. Die Korrelationen der Prüfdimensionen mit dem Gesamtpunktwert lagen zwischen .39 und .77.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) lagen für die einzelnen Prüfdimensionen zwischen .40 und .81. Für den Gesamttest ergab sich eine interne Konsistenz von .85. Die Split-half-Reliabilität wird mit .84 angegeben.
Validität: Das Verfahren besitzt inhaltlich-logische Gültigkeit. Die faktorielle Validität konnte belegt werden. Die haptische Objektexploration (operationalisiert mit Hilfe der TAKIWA-Untertests "Objektstereognosie" und "Stereognosie von Objektqualitäten") korrelierte überwiegend theorieentsprechend signifikant mit dem expressiven Objektwortschatz. Ein Extremgruppenvergleich ergab theoriekonform, dass sprachgesunde Kinder im TAKIWA einen signifikant höheren mittleren Gesamtpunktwert erreichten als sprachgestörte Kinder. Für diesen Unterschied zeigte sich vor allem der Untertest "Graphästhesie" verantwortlich.
Normen: Es liegen Normen (Prozentränge, T-Werte) von 109 monolingual-deutschsprachigen normalgesunden Kindern im Alter von 3;6 bis 6 Jahren aus fünf Regelkindergärten vor. Zusätzlich wurden 17 dreieinhalb- bis sechsjährige Kinder aus anderen Zusammenhängen mit den materialfreien Prüfdimensionen untersucht, so dass der Stichprobenumfang pro Prüfdimension variiert. Die Normen liegen für drei Altersgruppen getrennt vor.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Der Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung (TAKIWA; Kiese-Himmel, 2003) kann bei drei- bis sechsjährigen Kindern angewendet werden, um, wie der Name andeutet, mögliche Beeinträchtigungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung frühzeitig zu entdecken. Taktile Wahrnehmung beruht dabei auf der Oberflächensensibilität der Haut (Sinneszellen für Berührung, Druck, Vibration, Bewegung auf der Haut, Temperatur, Oberflächenschmerz), Kinästhetik hingegen gründet auf der Tiefensensibilität in Gelenken, Muskeln und Sehnen und bezeichnet die Wahrnehmung der eigenen Körperbewegung bzw. der Bewegung bestimmter Körperteile einschließlich des muskulären Spannungszustandes, der statischen und dynamischen Körperhaltung (Kiese-Himmel, 2003, S. 6). Für die Entwicklung des Menschen ist der Tast- und Bewegungssinn als komplexe sensomotorische Sinnesmodalität von großer Bedeutung. Durch taktile Empfindungen erhält ein Kind erste sensible und motorische Informationen zu Temperatur, Feuchtigkeit, Konsistenz, Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit etc. von Objekten. Diese Erfahrungen werden an das Auge weitergegeben, so dass später nicht unbedingt nach Dingen gegriffen werden muss, um ihre Qualität zu erkennen: "I.d.S. darf 'Taktil-Kinästhetik' auch als Organisator für Entwicklung verstanden werden. Erst in Verbindung mit der Taktil-Kinästhetik erlangen die anderen Sinnessysteme ihre Bedeutung für die Entwicklung" (Kiese-Himmel, 2003, S. 7; vgl. auch Doering & Doering, 1996). Störungen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung - und damit Erfahrungsmängel - können sich nachteilig auf die Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Umwelt auswirken und die Entwicklung affektiver, aber vor allem kognitiver Prozesse beeinträchtigen mit dem Ergebnis von Lernstörungen und später ggf. Störungen in den Schulleistungen (z.B. Affolter, 1995; Ayres, 1979). Erklärt wird dieser Zusammenhang damit, dass taktile Empfindungen und die Propriozeption im Bereich der Hände Voraussetzung für manuelle Geschicklichkeit sind, die ihrerseits für den Erwerb von Handschrift, Schriftbild, Schreibbeweglichkeit etc. Bedeutung hat. Taktil-kinästhetische Defizite wurden bei zerebralparetischen Kindern (Jones, 1960), Kindern mit Down-Syndrom (Ryde Brandt, 1996) sowie bei extrem frühgeborenen Kindern im Alter von 7 Jahren (DeMaio-Feldman, 1994) nachgewiesen. Da im deutschsprachigen Raum bisher kein eigens zur Untersuchung taktil-kinästhetischer Wahrnehmung konzipiertes psychologisches Testinstrument vorliegt, sollte diese Lücke mit dem vorliegenden Test geschlossen werden. Ein ebenfalls von der Autorin veröffentlichter Elternfragebogen (Diagnostischer Elternfragebogen zur Taktil-Kinästhetischen Reponsitivität DEF-TK; Kiese-Himmel, 2000) kann für jüngere Kinder angewendet werden, denen es noch an Testfähigkeit mangelt. Im Manual werden alle im TAKIWA verwendeten Prüfdimensionen ausführlich theoretisch erläutert, ihre praktische Relevanz sowie ihre Entwicklung dargestellt (Kiese-Himmel, 2003, S. 10-17).
 

Testaufbau

Der TAKIWA umfasst sieben Aufgabenbereiche. Für alle Aufgaben wird ein "Fühlkasten" benutzt: Das Kind hat die Hände durch eine Öffnung zu stecken, die durch einen Vorhang abgeschirmt wird. Auf diese Weise hat das Kind keine Sicht auf die Testaufgaben. Zu allen Untertests werden Übungsaufgaben durchgeführt. Die erste Übungsaufgabe wird immer unter Sicht durchgeführt (geöffneter Vorhang), eine weitere ohne Sicht. Ein Untertest wird nicht durchgeführt, wenn das Kind nach zweimaliger Darbietung der Übungsaufgaben die Instruktion nicht verstanden hat. Die Testaufgaben sind grundsätzlich ohne Sicht des Kindes durchzuführen. Werden drei aufeinander folgende Aufgaben nicht gelöst, so wird die Testung des jeweiligen Unterbereichs abgebrochen (außer Stereognosie von Objektqualitäten). Nach jedem Untertest wird die Kooperationsbereitschaft des Kindes vom Untersucher auf einer vierstufigen Skala (1 = sehr gut bis 4 = keine) eingeschätzt. Bei mehrmalig "schlechter" oder "keiner" Kooperation sollte die Testfortsetzung verschoben werden.
Folgende Subtests werden unterschieden:
(1) Stereognosie von Objekten (8 Items): Dem Kind wird ein Prüfobjekt in die linke oder rechte Hand gelegt (z.B. Walnuss) und anschließend diese für 5 Sekunden zur Faust geschlossen. Danach hat das Kind zwischen drei realen Gegenständen (Walnuss, Kerzenständer aus Holz, Holzkugel) dasjenige zu zeigen/herauszunehmen, welches es in der Hand hatte.
(2) Berührungslokalisation im Hand- und Unterarmbereich (5 Items): Der Untersucher malt dem Kind gemäß vorgegebenem Schema einen Punkt auf den Arm. Das Kind soll nach jeder Berührung den Ort der Reizung (Punkt) zeigen. Der Abstand zum Farbpunkt wird jedes Mal mit dem Lineal gemessen.
(3) Zwei-Punkt-Diskrimination (10 Items): Der Untersucher drückt mit einem Schnellverstellzirkel mit zwei Bleistiftminen auf die Kuppe des Zeigefingers. Der Abstand zwischen den beiden Minen wird jeweils mit dem Lineal abgemessen (1 cm / 0.5 cm / 0.2 cm / 0.3 cm / 0.1 cm) und an beiden Händen durchgeführt. Das Kind hat anzugeben, ob es einen oder zwei Punkte fühlt.
(4) Stereognosie von Objektqualitäten (6 Items): Der Untersucher legt dem Kind standardisiertes Material verschiedener Objektqualität (z.B. Schaumgummistangen gerade/gebogen) für jeweils 5 Sekunden zum Betasten in die geöffneten Hände. Das Kind soll anschließend angeben, ob die Objekte gleich oder nicht gleich sind. Der Untertest umfasst sechs Aufgaben (Objekte), die jeweils in zwei Objektqualitäten vorliegen und in Bezug auf die rechte und linke Hand in vier verschiedenen Kombinationen vorgegeben werden.
(5) Uni- und dihaptische Fingeridentifikation (10 Items): Das Kind legt die Hände mit den Handflächen nach unten auf den Tisch. Der Untersuchungsleiter berührt mit einem Wattestäbchen das Mittelglied eines oder zweier Finger einer Hand. Das Kind soll anschließend mit der anderen Hand zeigen, welche/r Finger berührt wurde.
(6) Druckempfindlichkeit (6 Items). Beide Hände liegen mit den Handflächen nach unten auf dem Tisch. Der Untersucher berührt den Handrücken des Kindes nach Angaben des Protokollbogens links/rechts schwach (ohne die Haut sichtbar einzudrücken) bzw. stark (2 mm eindrücken ohne Schmerzprovokation). Das Kind hat jeweils die Druckstärke mit "schwach" oder "stark" anzugeben.
(7) Graphästhesie (10 Items): Beide Hände liegen mit den Handflächen nach oben geöffnet auf dem Tisch. Der Übungsleiter "malt" dem Kind mit einem Wattestäbchen die im Protokollbogen angegebenen Formen (z.B. Kreis, Strich, Dreieck) in der entsprechenden Reihenfolge in die jeweilige Handfläche des Kindes. Anschließend soll das Kind anhand einer Bildvorlage die entsprechende Form zeigen/benennen.
 

Auswertungsmodus

Zunächst werden für jeden Untertest die Subtestrohwerte ermittelt:
(1) Stereognosie von Objekten: Ein Punkt wird vergeben, wenn das Kind das Prüfobjekt richtig benennt, zeigt oder herausnimmt.
(2) Berührungslokalisation im Hand- und Unterarmbereich: Als gelöst gilt die Aufgabe dann, wenn der vom Kind gezeigte Punkt höchstens 1.0 cm von dem jeweiligen vom Untersucher berührten Punkt abweicht.
(3) Zwei-Punkt-Diskrimination: Es wird dann ein Punkt vergeben, wenn der Abstand 0.3 cm, 0.2 cm und 0.1 cm diskriminiert wurde (maximal 1 Punkt pro Hand, insgesamt maximal 2 Punkte). Auch wird auf dem Protokollbogen angekreuzt, ob in der Diskriminationsleistung zwischen dem Zeigefinger der rechten und linken Hand ein Unterschied besteht.
(4) Stereognosie von Objektqualitäten: Als gelöst gilt eine Aufgabe dann, wenn das Kind innerhalb der vorgegebenen 5 Sekunden die richtige Antwort gibt. Ein Punkt wird dann vergeben, wenn alle vier Aufgabenstellungen zu einem Objekt richtig bearbeitet wurden (maximal 6 Punkte).
(5) Uni- und dihaptische Fingeridentifikation: Ein Punkt wird vergeben, wenn das Kind eindeutig auf den/die berührten Finger zeigt (maximal 10 Punkte).
(6) Druckempfindlichkeit: Ein Punkt wird dann vergeben, wenn das Kind die Druckstärke adäquat angibt (maximal 6 Punkte).
(7) Graphästhesie: Für jede richtig gezeigte/benannte Form wird ein Punkt vergeben (maximal 10 Punkte).
Durch Summieren aller Subtestrohwerte wird der Gesamttestrohwert gebildet. Anschließend können diese Werte mit Hilfe der Normen in einen T-Wert oder Prozentrang transformiert (außer Zwei-Punkt-Diskrimination) und auf dem Protokollbogen eingetragen werden. Zur Visualisierung der Ergebnisse können die T-Werte in ein Profil eingetragen werden.
 

Auswertungshilfen

Genaue Auswertungsrichtlinien erleichtern die Auswertung, Normen die Interpretation. Außerdem wird für den Gesamttestwert für jede Altersnorm ein Vertrauensintervall des Testwertes angegeben. Ein Fallbeispiel illustriert die TAKIWA-Auswertung und -Interpretation.
 

Auswertungszeit

Die Auswertung dürfte etwa 10 Minuten erfordern.
 

Itembeispiele

vgl. Testaufbau.
 

Durchführung

 

Testformen

Der Test kann ausschließlich als Einzeltest durchgeführt werden.
 

Altersbereiche

3;6 bis 6 Jahre.
 

Durchführungszeit

45-60 Minuten.
 

Material

Der Testkoffer umfasst das Manual (Kiese-Himmel, 2003), 10 Protokollbögen, Materialsätze für die verschiedenen Untertests, Fühlkasten und Unterlegmatte. Zusätzlich ist Schreibgerät vonnöten.
 

Instruktion

Die Instruktion ist im Manual überwiegend wortwörtlich vorgegeben.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Die Testung sollte in einem kindgerechten und freundlich wirkenden Raum mit angemessener Möblierung (Kindertisch und -stuhl) durchgeführt werden. Der Untersucher sollte sich vor der Durchführung intensiv in den Test und dessen Handhabung einarbeiten. Der "Fühlkasten" sollte dem Kind vor Beginn der Untersuchung vorgestellt und mit ihm gemeinsam exploriert werden. Gegebenenfalls kann eine vertraute Person zunächst als Modell für die Testdurchführung dienen. Ist das Kind ermüdet, kann der Test unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.
 

Testkonstruktion

Die Testkonstruktion erfolgte nach den Kriterien der Klassischen Testtheorie. Eine erste Aufgabensammlung für den TAKIWA fand anhand theoretischer Überlegungen, empirischer Befunde, klinischer Erfahrungen sowie Untersuchungen mit den Aufgaben "Formwiedererkennung auf der Handfläche" und "Stereognosie" der "Tübinger Luria-Christensen Neuropsychologischen Untersuchungsreihe für Kinder" (TÜKI; Deegener et al., 1997) an 26 sprachentwicklungsgestörten Kindern im Alter von 3;0 bis 5;11 Jahren statt (Kiese-Himmel, Schiebusch-Reiter & Kruse, 1995). Es wurden auch einige Aufgabentypen adaptiert, die sich in anderen neuropsychologischen Testverfahren bewährt hatten. Es wurden sieben Prüfdimensionen mit unterschiedlicher Aufgabenzahl festgelegt, die die taktil-kinästhetische Wahrnehmungsfähigkeit primär an den Händen (und Unterarmen) möglichst umfassend abbilden sollten. Die elementaren Empfindungen des Temperatur- und Schmerzsinns blieben unberücksichtigt.
Diese provisorische Aufgabensammlung wurde in einer Vorstudie an 10 Kindern (3;11 - 7;7 Jahre) auf ihre Brauchbarkeit überprüft. Um zu verhindern, dass die Kinder visuelle Informationen zu einer Aufgabe erhalten (und der visuelle Kortex bei der Lösung behilflich ist), wurden die Untersuchungen in einem "Fühlkasten" vorgenommen (siehe unter "Testaufbau"). Aufgrund der Erfahrungen wurden z.B. Instruktionen, Itemfolgen und benutztes Material verändert sowie Items eliminiert, weil ein Untertest zu lang war (Kiese-Himmel, 2003, S. 18 f.). Die entstandene Testvorform beinhaltete - unter Beibehaltung der sieben Prüfdimensionen - 59 Aufgaben.
Mit dieser Testvorform wurden 111 Kinder (75 Mädchen, 36 Jungen, 3;2 bis 6;5 Jahre) 1994/1995 getestet. Aufgrund der Trennschärfe- und Schwierigkeitsanalysen wurden 19 Items eliminiert (Höch, 1996; Höch & Kiese-Himmel, 1996; Kiese-Himmel, Höch & Liebeck, 1998). Um die mit der Testkürzung verbundene Reliabilitätsminderung abzumildern, wurden neue Items aufgenommen. Außerdem wurden einige vorhandene Items verändert, Lösungskriterien präzisiert, Testabbruchkriterien festgelegt sowie der Testprotokoll- und Auswertungsbogen überarbeitet. Auch wurde beschlossen, dass zukünftig die Kooperationsbereitschaft des Kindes für jede Prüfdimension beurteilt werden sollte. Sowohl die Aufgaben als auch die Prüfdimensionen wurden nach aufsteigender Schwierigkeit sortiert. Die resultierende vorläufige Testendform umfasste 56 Aufgaben, verteilt auf die bekannten sieben Prüfdimensionen (ein Protokollbogen der vorläufigen Testendform ist bei Kiese-Himmel, 2003, S. 29 ff. abgedruckt).
Die vorläufige Testendform (Wilke & Kiese-Himmel, 1999) wurde an 187 Kindern (84 Jungen, 103 Mädchen, Alter 30 bis 66 Monate) aus Göttingen und Umland erprobt. Kiese-Himmel (2003, S. 35 ff.) beschreibt ausführlich die Revision des Tests. U.a. wurde beim Untertest Zwei-Punkt-Diskrimination in Anlehnung an Kenshalo (1978) das Lösungskriterium mit 3 mm festgesetzt und entschieden, dass die Applikation in Richtung Längsachse auf der Zeigefingerkuppe stattfinden sollte (Callahan, 1990). Einige sehr leichte Items wurden als "Eisbrecher" an den Beginn des Tests gestellt, so dass die Testendform nunmehr aus 47 Aufgaben besteht. Außerdem wurde die Testreihenfolge so verändert, dass sich attraktive und weniger attraktive Prüfdimensionen abwechseln. Die Testendform erwies sich gegenüber der Vorform als schwieriger und besser in der Lage, den Entwicklungsverlauf der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung im Alter von 36-66 Monaten abzubilden.
Kiese-Himmel (2003, S. 74) führt die Interkorrelationen der Prüfdimensionen an, die bis auf wenige Ausnahmen unter .25 lagen. Die Korrelationen der Prüfdimensionen mit dem Gesamtpunktwert lagen zwischen .39 und .77.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Instruktion ist überwiegend vorgegeben, ebenso wie die Vorgabe der Reizbedingungen und Testmaterialien standardisiert ist. Insofern sollte die Durchführungsobjektivität weitgehend gegeben sein. Der Test ist aufgrund der eindeutig formulierten Lösungskriterien auswerteobjektiv. Die Interpretationsobjektivität ist aufgrund der relativ kleinen, regional gewonnenen Normierungsstichprobe zweifelhaft.
 

Reliabilität

Die internen Konsistenzen (Cronbachs Alpha) wurden anhand von 109 vollständigen Datensätzen der Normierungsstichprobe berechnet (Kiese-Himmel, 2003, S. 74 f.). Für die einzelnen Prüfdimensionen ergaben sich interne Konsistenzen zwischen .40 (Berührungslokalisation) und .81 (Graphästhesie). Für den Gesamttest errechnete sich ein Reliabilitätskoeffizient von .85. Die Split-half-Reliabilität wird mit .84 angegeben (S. 48 f.).
 

Validität

Die inhaltliche Validität des TAKIWA wird von Kiese-Himmel (2003, S. 49 f.) aufgrund der Übereinstimmung der sieben Prüfdimensionen mit dem Messkonzept "Taktil-Kinästhetik" angenommen.
Entsprechend dem Konzept, den taktil-kinästhetischen Entwicklungsstand zu erfassen, konnte die Altersabhängigkeit der taktil-kinästhetischen Wahrnehmungsleistungen gezeigt werden (Kiese-Himmel, 2003, S. 36 ff., S. 50; Niemann, 1999).
Eine Faktorenanalyse (Hauptkomponentenanalyse mit Varimaxrotation) mit den 47 nach der Itemanalyse für die Endform verbliebenen Items ergab 16 Faktoren mit einem Eigenwert > 1 (71.4% Varianzaufklärung). Die Zahl der zu extrahierenden Faktoren wurde aufgrund der Anzahl der Prüfdimensionen auf sieben festgelegt, die 46.9% der Varianz aufklärten (Kiese-Himmel, 2003, S. 50 ff.). Wie die Tabelle im Manual zeigt, ließen sich die Items einer Prüfdimension bis auf wenige Ausnahmen eindeutig einem gemeinsamen Faktor zuordnen, so dass die faktorielle Validität als belegt angesehen werden kann.

Außerdem untersuchte Kiese-Himmel (2003, S. 53 ff.) die kriterienbezogene Validität des TAKIWA. Ausgehend von dem von Kiese-Himmel (1999) entworfenen hypothetischen Arbeitsmodell zum Zusammenhang zwischen haptischer Objektexploration (operationalisiert mit ausgewählten TAKIWA-Subtests) und Objektwortschatz wurde an 101 Kindern im Alter von 42 bis 71 Monaten neben den Prüfdimensionen "Objektstereognosie" und "Stereognosie von Objektqualitäten" aus dem TAKIWA der expressive Objektwortschatz mit Hilfe des Subtestes "Wortschatz" aus der Kaufman-Assessment Battery for Children (K-ABC; Melchers & Preuß, 1991) erhoben. Wie Tabelle 1 zeigt, korrelierte der expressive Wortschatz signifikant mit der "Stereognosie von Objektqualitäten" bei den drei- und vierjährigen Kindern, bei den vierjährigen Kindern zudem mit "Objektstereognosie". Bei den Fünfjährigen ließ sich kein Zusammenhang zwischen haptischer Wahrnehmung und expressivem Objektwortschatz nachweisen, was Kiese-Himmel (2003, S. 55) damit begründet, dass "prädiktiv assoziative Variablen aus früheren Entwicklungsstufen aber nicht notwendigerweise noch später miteinander korrelieren ('temporale Validität')."

Tabelle 1
Validitätskoeffizienten für verschiedene Altersgruppen (Kiese-Himmel, 2003, S. 55)
---------------------------------------------------------------------- 
Prüfdimension Expressiver Objektwortschatz
42-47 Monate 48-59 Monate 60-72 Monate
----------------------------------------------------------------------
Objektstereognosie -.04 .47** .22
Stereognosie von Objektqualitaeten .45** .32* .23
----------------------------------------------------------------------
Anmerkungen. * p < .05, ** p < .01.

Entsprechend dem Konzept der diskriminanten Validität wurde der Subtest "Zahlennachsprechen" aus der K-ABC vorgegeben. Zu den vorgegebenen TAKIWA-Subtests ergaben sich erwartungsgemäß mäßige Zusammenhänge (Graphästhesie: .25, Objektstereognosie: .34, Stereognosie von Objektqualitäten: .20).

Weil die Sprachentwicklung in Anlehnung an Piaget und Inhelder (1971) auf dem gelungenen Vollzug der senso-motorischen Entwicklung basiert, die den Erwerb der Symbolisierungsfunktion ermöglicht, wurde ein Extremgruppenvergleich zwischen sprachentwicklungsgestörten bzw. sprachgesunden Kindern durchgeführt. So hatten auch verschiedene entwicklungspsychopathologische Studien Defizite im Bereich taktil-kinästhetischer Wahrnehmungsleistungen bei sprachentwicklungsgestörten Kindern gezeigt (z.B. Kamhi, 1981; Kiese-Himmel & Schiebusch-Reiter, 1995). Es wurden 18 sprachentwicklungsgestörte Kinder (SES-Kinder) sowie 18 sprachgesunde Kinder (NSES-Kinder) mit der vorläufigen Testendform untersucht. Es zeigte sich, dass die sprachgesunden Kinder im TAKIWA einen signifikant höheren (1%-Niveau) mittleren Gesamtpunktwert erreichten als die sprachgestörten Kinder. Wurden die einzelnen Prüfdimensionen verglichen, zeigten sich jedoch nur für den Untertest "Graphästhesie" signifikante Unterschiede, so dass dieser - Kiese-Himmel (2003, S. 58) zufolge - offenbar allein dafür verantwortlich ist, dass die Aufgabensammlung zwischen sprachentwicklungsgestörten und sprachgesunden Kindern differenziert.
 

Normierung

Es liegen Normen (Prozentränge, T-Werte) von 109 monolingual-deutschsprachigen, sog. normalgesunden Kindern im Alter von 3;6 bis 6 Jahren aus fünf Regelkindergärten des Landkreises Göttingen vor. Zusätzlich wurden 17 dreieinhalb- bis sechsjährige Kinder aus anderen Zusammenhängen mit den materialfreien Prüfdimensionen untersucht, so dass der Stichprobenumfang pro Prüfdimension variiert. Da sich ein altersbedingter Punktezuwachs gezeigt hatte und eine Varianzanalyse signifikante Altersunterschiede zwischen verschiedenen Gruppen ergeben hatte (Kiese-Himmel, 2003, S. 72), liegen die Normen für drei Altersgruppen getrennt vor (3;6-3;11-Jährige, 4;0-4;11-Jährige, 5;0-6-Jährige). Die Stichprobenzusammensetzung nach Alter und Geschlecht ist Kiese-Himmel (2003, S. 69) zu entnehmen. Auf eine geschlechtsgetrennte Normierung wurde verzichtet, da sich lediglich bei der Prüfdimension "Objektstereognosie" ein - allerdings in der Höhe unwesentlicher - Geschlechtsunterschied gezeigt hatte. Für alle Prüfdimensionen und für den Gesamtwert werden Mittelwerte und Standardabweichungen geschlechtsgetrennt und nach Altersgruppen getrennt angegeben.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Der TAKIWA kann bei Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter angewendet werden, um deren manuelle taktil-kinästhetische Wahrnehmung zu prüfen. Der Test kann in der Diagnostik von Entwicklungsretardationen in der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung eingesetzt werden mit dem Ziel, ggf. die Entscheidung differenzieller Therapiezuweisung und Planung therapeutischer Interventionen zu erleichtern (z.B. taktile oder propriozeptive Stimulation, handmotorische Entwicklungsförderung, senso-motorisches Training, sensorische Integrationstherapie zur Behandlung komplexer Funktionsstörungen; Kiese-Himmel, 1998; Kiese-Himmel, 2003, S. 48). Auch kann der TAKIWA zur Verlaufsbeurteilung eingesetzt werden.
Das TAKIWA-Ergebnis sowie auch Beobachtungen des Untersuchers zum Aufgabenbearbeitungs- und Antwortverhalten des Kindes können in eine weiterführende Diagnostik münden (z.B. Perzeptionsleistungen anderer Modalitäten, allgemeines Intelligenzniveau, neuropädiatrische Diagnostik; Kiese-Himmel, 2003, S. 64).
 

Bewertung

Beim TAKIWA handelt es sich um ein ausgesprochen sorgfältig konstruiertes Instrument zur Erfassung der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung im Kindergarten- und Vorschulalter. Die Bedeutung der einzelnen Prüfdimensionen wird im Manual ausführlich anhand empirischer Befunde erläutert, ebenso werden die Phasen der Testkonstruktion sowie die Itemselektionskriterien nachvollziehbar beschrieben. Überhaupt sind sowohl Manual als auch Protokollbogen übersichtlich aufgebaut. Die Messgenauigkeit des Verfahrens kann zumindest für den Gesamtwert als gut bezeichnet werden, einzelne Prüfdimensionen weisen etwas zu geringe Reliabilitätskoeffizienten auf. Inhaltliche Validität des TAKIWA kann angenommen werden. Zwar konnte die faktorielle Validität weitestgehend belegt werden, doch macht Kiese-Himmel (2003, S. 77) einschränkend darauf aufmerksam, dass die Probandenzahl gemessen an der Itemzahl recht gering war. Zu den Untersuchungen zur kriterienbezogenen Validität bleiben ebenfalls einige Fragen offen. So korreliert der expressive Objektwortschatz zwar mit der haptischen Wahrnehmung, doch wurde der Einfluss des Alters (beides altersabhängige Variablen) nicht berücksichtigt. Insofern ist der Extremgruppenvergleich, bei dem sich signifikant höhere TAKIWA-Werte der sprachgesunden Kinder gegenüber den sprachgestörten Kindern finden ließen, aussagekräftiger. Kiese-Himmel (2003, S. 77) selbst sieht die Ermittlung prognostischer Validität als wünschenswertes Ziel an.
Die Normierung fand an einer recht kleinen Stichprobe statt. Sehr nachvollziehbar begründet Kiese-Himmel (2003, S. 68) dies zum einen mit dem großen finanziellen und organisatorischen Aufwand, der eine solche Untersuchung unmöglich gemacht hätte. Zum anderen sieht sie diesen Mangel als verkraftbar an, da auch Lienert und Raatz (1994, S. 317) bei einem Entwicklungstest relativ kleine Stichproben als "einigermaßen populationsrepräsentativ" ansehen, da dieser "nicht im gleichen Ausmaß wie ein Intelligenz- und Leistungstest erfahrungsbedingt sein soll". Insgesamt handelt es sich um einen theoretisch und empirisch gut fundierten Test, der in der Praxis sicherlich von Nutzen sein wird. Dies um so mehr, als in Deutschland ein Verfahren zur Beurteilung der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung bislang fehlt.
 

Literatur

  • Affolter, F. (1995). Wahrnehmung. Wirklichkeit und Sprache (7. Auflage). Villingen-Schwenningen: Neckar.
  • Ayres, A.J. (1979). Lernstörungen. Sensorisch-integrative Dysfunktionen. Berlin: Springer.
  • Callahan, A.D. (1990). Sensibility testing; Clinical methods. In J.M. Hunter, L.H. Schneider, E.J. Mackin & A.D. Callahan (Eds.), Rehabilitation of the hand: Surgery and therapy (3rd ed., pp. 594-610). St. Louis: C.V. Mosby.
  • Deegener, G., Dietel, B., Hamster, W., Koch, C., Matthaei, R., Nödl, H., Rückert, N., Stephani, U. & Wolf, E. (Hrsg.). (1997). Neuropsychologische Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen. Handbuch zur TÜKI Tübinger Luria-Christensen Neuropsychologische Untersuchungsreihe für Kinder (2. überarbeitete Auflage). Göttingen: Beltz.
  • DeMaio-Feldmann, D. (1994). Somatosensory processing abilities of very low-birth weight infants at school age. The American Journal of Occupational Therapy, 48, 639-645.
  • Doering, W. & Doering, W. (1996). Sensorische Integration - Anwendungsbereiche und Vergleich mit anderen Fördermethoden/Konzepten (3. Auflage). Dortmund: Borgmann.
  • Höch, J. (1996). Item-Analyse einer Aufgabensammlung zur Überprüfung des Entwicklungsstandes der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung von Vorschulkindern unter Berücksichtigung klinischer Anwendungsfelder am Beispiel der Sprachentwicklungsstörung. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Göttingen, Studiengang Psychologie.
  • Höch, J. & Kiese-Himmel, C. (1996). Entwicklungstestung der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung. Erste Ergebnisse. Frühförderung interdisziplinär 15, 110-115.
  • Jones, M.H. (1960). Management of hemiplegic children with peripheral sensory loss. The Pediatric Clinics of North America, 7, 765-775.
  • Kamhi, A.G. (1981). Nonlinguistic symbolic and conceptual abilities of language-impaired and normally developing children. Journal of Speech and Hearing Research, 24, 446-453.
  • Kenshalo, D.R. (1978). Biophysics and psychophysics of feeling. In E.C. Carterette & M.P. Friedmann (Eds.), Handbook of perception, Volume 6 B, Feeling and hurting (pp. 29-64). New York: Academic Press.
  • Kiese-Himmel, C. (1998). Taktil-kinästhetische Störung. Behandlungsansätze und Förderprogramme. Göttingen: Hogrefe.
  • Kiese-Himmel, C. (1999). Zur Bedeutung der Taktil-Kinästhetik für die Sprachentwicklung. Poster auf der 71. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Stimm- und Sprachheilkunde in Berlin 1999. HNO, 47, S. 852.
  • Kiese-Himmel, C. (2000). Diagnostischer Elternfragebogen zur Taktil-Kinästhetischen Responsivität im frühen Kindesalter (DEF-TK). Göttingen: Beltz.
  • Kiese-Himmel, C. (2003). TAKIWA. Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung. Göttingen: Beltz.
  • Kiese-Himmel, C., Höch, J. & Liebeck, H. (1998). Psychologische Messung taktil-kinästhetischer Wahrnehmung im frühen Kindesalter. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 47, 217-228.
  • Kiese-Himmel, C. & Schiebusch-Reiter, U. (1995). Taktil-kinästhetisches Erkennen bei sprachentwicklungsgestörten Kindern - Erste empirische Ergebnisse. Sprache und Kognition, 14, 126-137.
  • Kiese-Himmel, C., Schiebusch-Reiter, U. & Kruse, E. (1995). Taktil-kinäthestische Wahrnehmung - Ein Zugang in der Diagnostik spezifisch sprachentwicklungsgestörter Kinder? Pädiatrische Grenzgebiete, 34, 135-144.
  • Lienert, G.A. & Raatz, U. (1994). Testaufbau und Testanalyse (5. überarbeitete Auflage). München: Psychologie Verlags Union.
  • Melchers, P. & Preuß, U. (1991). Kaufmann-Assessment Battery for Children (K-ABC). Durchführungs- und Auswertungshandbuch. Amsterdam: Swets & Zeitlinger.
  • Niemann, J. (1999). Wahrnehmung und Arbeitsgedächtnisleistungen. Entwicklungspsychologische Analysen von Kindern im Alter von 3;6 bis 6;0 Jahren. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Georg-August-Universität Göttingen, Studiengang Psychologie.
  • Piaget, J. & Inhelder, B. (1971). Die Entwicklung des räumlichen Denkens beim Kinde. Stuttgart: Klett.
  • Ryde Brandt, B. (1996). Impaired tactual perception in children with Down's syndrome. Scandinavian Journal of Psychology, 37, 312-316.
  • Wilke, S. & Kiese-Himmel, C. (1999). Göttinger Entwicklungstest der TAktil-KInästhetischen Wahrnehmung (TAKIWA). Heilpädagogische Forschung, 25 (3), 140-148.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Kiese-Himmel, C. & Poinstingl, H. (2018). Psychometrische Kennwerte zum Subtest "Graphästhesie" aus dem Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung (TAKIWA). Eine empirische Untersuchung an einer aktuellen Stichprobe. Ergoscience, 13 (2), 66-72.
  • Kiese-Himmel, C. (2005). Taktil-Kinästhetik - eine funktionale Grundlage der Sprachentwicklung? L.O.G.O.S. Interdisziplinär, 13 (3), 202-211.
  • Kiese-Himmel, C. (2007). Die Bedeutung der taktil-kinästhetischen Sinnesmodalität für die Sprachentwicklung. Forum Logopädie, 21 (3), 26-29.
 

Rezensionen

  • Büssing, B. & Kraus, M. (2007). TAKIWA - Göttinger Entwicklungstest der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung. In U. Beushausen (Hrsg.), Testhandbuch Sprache. Diagnostikverfahren in Logopädie und Sprachtherapie (S. 291-295). Bern: Huber.
  • Kiese-Himmel, C. (2005). Kommentar zur Rezension des Göttinger Entwicklungstests der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung (TAKIWA). Report Psychologie, 30 (2), S. 66.
  • Naggl, M. (2004). TAWIKA. Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung. Von Christiane Kiese-Himmel [Tests und Screenings]. Frühförderung interdisziplinär, 23 (3), 139-140.
  • Neubert, A. (2018). Göttinger Entwicklungstest der taktilkinästhetischen Wahrnehmung (TAKIWA). Christiane Kiese-Himmel. Göttingen: Beltz, 2003. In D. Schellig, D. Heinemann, B. Schächtele & W. Sturm (Hrsg.), Handbuch neuropsychologischer Testverfahren. Band 2 (S. 340-349). Göttingen: Hogrefe.
  • Reith-Barde, A. (2010). Ein Wahrnehmungstest für Vorschulkinder. Assessment: TAKIWA. Ergopraxis, 3 (10), 28-29.
  • Renner, G. (2005). Psychodiagnostik für die Praxis: TAKIWA, Göttinger Entwicklungstest der Taktil-Kinästhetischen Wahrnehmung [Rezension]. Report Psychologie, 30 (2), 60-65.
  • Steinschaden, J., Kastner-Koller, U. & Deimann, P. (2004). Kiese-Himmel, C. (2003). Göttinger Entwicklungstes der Taktil-Kinästethischen Wahrnehmung (TAKIWA) [Testbesprechung]. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 36 (4), 221-224.
 
 Jutta Wolff (07.07.2004)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Apparatus; Subtests; Test Norms; Perceptual Measures; Neuropsychology; Tactual Perception; Tactual Displays

Klassische Testtheorie; Apparate; Untertests; Testnormen; Wahrnehmungsmessverfahren; Neuropsychologie; Taktile Wahrnehmung; Taktile Informationsdarbietung

 weitere Schlagworte:

1996; 1999; Taktil-kinästhetisches Entwicklungsprofil; ab 3;6 Jahre; bis 6;0 Jahre; 47 Items; Subtests: 1 Stereognosie von Objekten, 2 Berührungslokalisation im Hand- und Unterarmbereich, 3 Zwei-Punkt-Diskrimination, 4 Stereognosie von Objektqualitäten, 5 Uni- und dihaptische Fingeridentifikation, 6 Druckempfindlichkeit, 7 Graphästhesie; Normierungs-/Untersuchungsjahr: 2014; Stichprobe(n): 303
 Klassifikation:

Sensorisches und motorisches Testen; Kognitive Entwicklung und Wahrnehmungsentwicklung
Spezielle Tests zur Entwicklung der Wahrnehmung; Sonstige Verfahren zur Erfassung sensumotorischer Fähigkeiten
1.4; 5.99
 Anwendungstyp: Remedial Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2003
 Änderungsdatum: 201812
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