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Wiener Entwicklungstest

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9003537
 

WET - Wiener Entwicklungstest (PSYNDEX Tests Review)

 

Vienna Developmental Test/zpid

 Kastner-Koller, U. & Deimann, P.
 (1998). Der Wiener Entwicklungstest (WET). Ein allgemeines Entwicklungstestverfahren für Kinder von 3 bis 6 Jahren [Testkoffer mit Handanweisung, 10 Elternfragebögen, 10 Protokollbögen, 10 Arbeitsblättern "Nachzeichnen", Schablone und Materialsatz]. Göttingen: Hogrefe.

Bibliotheksstandort: Testsammlung Psychologie Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek: PT 866 (Wiener Entwicklungstest; Kastner-Koller, Ursula; 2., überarbeitete und neu normierte Auflage, 2002)
Preis: Euro 1137,00 (Testkoffer komplett; Stand: 24.9.2012)

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: info@testzentrale.de ; Stand: 1.11.2019.
Anmerkung: 2012 erschien eine 3., überarbeitete und erweiterte Auflage mit einem neuen Subtest zur Erfassung der mathematischen Entwicklung. Der Subtest "Musterlegen" wurde um Aufgaben für 5-6-Jährige erweitert. Die Testgütekriterien und Normen der 2. Auflage von 2002 (N > 1.200) wurden an einer repräsentativen Stichprobe deutscher und österreichischer Kinder (N > 300) überprüft. 2018 erschien ein "Fallbuch WET. Der Wiener Entwicklungstest in der Praxis" (Hirschmann, Deimann & Kastner-Koller, 2018).

 Adresse(n): o Ass.-Prof. Dr. Pia Deimann, Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Angewandte Psychologie: Gesundheit, Entwicklung und Förderung, Liebiggasse 5, A-1010 Wien, Österreich ; E-Mail: pia.deimann@univie.ac.at ; URL: https://ufind.univie.ac.at/de/person.html?id=749 ; Stand: 13.9.2017
o Ass.-Prof. Dr. Ursula Kastner-Koller, Universität Wien, Fakultät für Psychologie, Institut für Angewandte Psychologie: Gesundheit, Entwicklung und Förderung, Liebiggasse 5, A-1010 Wien, Österreich ; E-Mail: ursula.kastner-koller@univie.ac.at ; URL: https://ufind.univie.ac.at/de/person.html?id=2498 ; Stand: 13.9.2017
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Der WET ist ein allgemeines Entwicklungstestverfahren fuer Vorschulkinder. Diagnostiziert wird der Entwicklungsstand in den Funktionsbereichen der Motorik, der visuellen Wahrnehmung/Visumotorik, des Lernens und Gedaechtnisses, der kognitiven Entwicklung, der Sprache sowie der sozial-emotionalen Entwicklung.


Aufbau:
Der WET besteht aus 13 Subtests fuer Kinder (mit 4 bis 25 Aufgaben pro Subtest) und einem Elternfragebogen (mit 22 Items zur Selbstaendigkeitsentwicklung des Kindes). Die Durchfuehrung erfordert minimal 60 Minuten und ist ebenso wie die Testauswertung standardisiert.


Grundlagen und Konstruktion:
Unter Bezug auf ein oekologisches, kontextualistisches Entwicklungsparadigma und das orthogenetische Entwicklungsprinzip wurden die Subtests des WET nach einer Bestandsaufnahme gaengiger Entwicklungstestverfahren fuer das Vorschulalter sowie deren theoretisch-inhaltlicher und empirischer Pruefung nach den Kriterien probabilistischer und klassischer Testmodelle selegiert und zusammengestellt. Die Analysen erfolgten anhand der Daten aus Stichproben von 112 bis 345 Kindern nach probabilistischen Methoden (Rasch-Analysen, Partial Credit Modell und Mokken-Skalenanalyse) mit dem Ziel, homogene eindimensionale Subtests fuer den Altersbereich von drei bis sechs Jahren zu entwickeln. Die resultierenden, nach Likelihood-Quotiententests und Kreuzvalidierungen subtesthomogenen Itemsaetze wurden dann nach den Prinzipien der klassischen Testtheorie im Hinblick auf ihre psychometrische Qualitaet ueberprueft.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Die vorliegende WET-Form wurde anhand der Daten aus einer Stichprobe von 274 drei-bis sechsjaehrigen Kindern aus Oesterreich evaluiert.
Reliabilitaet: Befunde zur internen Konsistenz und Testhalbierungsreliabilitaet bestaetigen die Reliabilitaet der WET-Subtests und des Gesamtentwicklungsscores, der aus den Subtests abgeleitet werden kann. Aufgrund der guten Befunde zur Profilreliabilitaet des WET sind Profilinterpretationen der Verwendung des Gesamtentwicklungsscores vorzuziehen.
Validitaet: Fuer die inhaltliche Validitaet des WET wird auf das theoriegeleitete und empirische Vorgehen bei der Testkonstruktion sowie den Rueckgriff auf Subtests verwiesen, die sich in der Entwicklungsdiagnostik des Vorschulalters bislang bewaehrt haben. Empirische Befunde beziehen sich auf die konvergente Validitaet einer WET-Vorform sowie die differentielle und faktorielle Validitaet der WET-Endform. Waehrend die differentielle Validitaet des WET durch den Nachweis signifikanter Altersunterschiede sowie den von Unterschieden zwischen Gruppen von Kindern mit normaler Entwicklung und klinischen Gruppen von Kindern gut abgesichert ist, konnten die sechs mit dem WET angezielten Entwicklungsbereiche faktorenanalytisch nicht rein reproduziert werden.
Normen: Die Normierung des WET basiert auf den Daten aus einer Stichprobe von 274 3- bis 6-jaehrigen Kinder aus Oesterreich, fuer die Hinweise zur Repraesentativitaet praesentiert werden. Trotz zum Teil signifikanter Geschlechtsunterschiede (generell zu Gunsten der Maedchen) werden nur C-Werte mit einem Mittelwert von 5 und einer Standardabweichung von 2 fuer die Altersgruppen der 3;0- bis 3;5-jaehrigen, der 3;6-bis 3;11-jaehrigen, der 4;0- bis 4;5-jaehrigen, der 4;6- bis 4;11-jaehrigen, der 5;0-bis 5;5-jaehrigen und der 5;6- bis 5;11-jaehrigen Kinder mitgeteilt.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Der Wiener Entwicklungstest (WET) basiert auf einer Integration fuer das Vorschulalter relevanter Entwicklungstheorien. Den Metarahmen bildet das oekologische, kontextualistische Entwicklungsparadigma von Bronfenbrenner (1977, 1981), nach dem sich Entwicklung im Erwerb von Handlungskompetenzen in der staendigen, dynamischen Person-Umwelt-Interaktion vollzieht. Retardierte, normale und akzelerierte Entwicklungsverlaeufe betreffen danach die Frage nach der Qualitaet der Passung von Individuum und Lernumwelt (person-environment-fit). Entsprechend zum Schaufelmodell der Entwicklung von Kopp und McCall (1982) wird dabei angenommen, dass in den ersten beiden Lebensjahren genetische und biologische Einfluesse dominieren und ab dem zweiten/dritten Lebensjahr Umwelt- und Erziehungseinfluessen eine zunehmende Bedeutung zukommt. Nach dem oekologischen und interaktionistischen Entwicklungsparadigma duerfen Erziehungseinfluesse und Entwicklungsanregungen aus der Umwelt aber nicht als einseitige Einflussnahme betrachtet werden, da solche Entwicklungsanregungen und -einfluesse nur dann als Schrittmacher der Entwicklung wirken, wenn sie entwicklungskontingent erfolgen, mithin auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt sind und somit ein positiver "person-environment-fit" gegeben ist.

Unter dem Dach dieses entwicklungspsychologischen Paradigmas werden fuer die Konzeptualisierung der Entwicklungsdiagnostik im Altersbereich von drei bis sechs Jahren mit dem WET die Entwicklungskonzepte der Differenzierung und der Integration genutzt. Im Regelfall verlaeuft die Entwicklung in dieser Altersphase relativ kontinuierlich in Richtung von Kompetenzzunahme, wobei aber neben allgemeinen Retardationen und Akzelerationen auch Asynchronien zwischen verschiedenen Entwicklungsbereichen moeglich sind. Kompetenzzunahmen zeigen sich in den verschiedenen Entwicklungsbereichen als zunehmende Differenzierung und Integration im Verhalten, was etwa bereits von Werner (1926) allgemein mit dem orthogenetischen Entwicklungsprinzip sowie von Piaget (1972) und anderen Strukturgenetikern (vgl. etwa Fischer, 1982) fuer spezifische Entwicklungsbereiche (vor allem die kognitive Entwicklung und die Entwicklung des moralischen Urteils) beschrieben wurde.

Die Auswahl der im WET diagnostizierten Entwicklungsbereiche greift auf die Antworten zur Frage nach deren entwicklungsprognostischer Relevanz zurueck. Unter der Annahme einer "(hoechstens) mittelfristigen Prognosefaehigkeit" (Kastner-Koller & Deimann, 1998, S. 5) von Entwicklungstests fuer das Kindergartenalter wurden unter Bezug auf die Befunde prospektiver Laengsschnittstudien zur Vorhersage der Bewaehrung von Kindern in der Schuleingangsphase die Bereiche der intellektuellen, sprachlichen, visumotorischen und psychosozialen Faehigkeiten sowie der Informationsverarbeitungs- und Informationsspeicherungskapazitaet selegiert. Um dem Prinzip einer ganzheitlichen Entwicklungsdiagnostik zu entsprechen und um auch neurologische Auffaelligkeiten erfassen zu koennen, wurde ferner der fein- und grobmotorische Funktionsbereich in den WET aufgenommen.
 

Testaufbau

Mit dem WET wird ueber insgesamt 13 verschiedene Aufgabenstellungen (Subtests) fuer das Kind und mit einem Elternfragebogen der Entwicklungsstand in sechs Funktionsbereichen erfasst. D.h., dass jeder der sechs Funktionsbereiche durch zwei bis vier unterschiedliche Subtests (die in der Auswertung als Subskalen bezeichnet werden) operationalisiert wird. Die Funktionsbereiche mit den ihnen jeweils zugeordneten Subtests bzw. Subskalen, deren im folgenden vorgenommene Numerierung ihrer Abfolge in der Testung entspricht, beziehen sich auf:
(1) Funktionsbereich Motorik
o Subtest 10 - Turnen: 10 Aufgaben zu grobmotorischen Faehigkeiten. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
o Subtest 1 - Lernbaer: 4 Aufgaben zu feinmotorischen Faehigkeiten. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
(2) Funktionsbereich Visuelle Wahrnehmung/Visumotorik
o Subtest 11 - Nachzeichnen: 10 Aufgaben zur visumotorischen Koordination (Graphomotorik), die bei drei oder mehr Fehlern mit 0 Punkten und bei weniger als drei Fehlern mit 1 Punkt bewertet werden.
o Subtest 3 - Bilderlotto: 24 Aufgaben zur differenzierten Raum-Lage-Wahrnehmung. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
(3) Funktionsbereich Lernen und Gedaechtnis
o Subtest 5 - Schatzkaestchen: Aufgaben zur Anzahl von Lerndurchgaengen, zum unmittelbaren Behalten und zur Kurzzeitspeicherung beim visuell-raeumlichen Merken (visuell-raeumliche Speicherkapazitaet). Die Auswertung erfolgt nach der unmittelbaren Behaltensleistung, der Behaltensleistung nach 20 Minuten und der Anzahl der benoetigten Lerndurchgaenge.
o Subtest 7 - Zahlen merken: 10 Aufgaben (Zahlenreihen) zur Pruefung der phonologischen Speicherkapazitaet. Der Subtestrohwert ergibt sich aus der laengsten richtig reproduzierten Zahlenreihe und der Anzahl der Zahlenreihen, die insgesamt vorgesprochen wurden.
(4) Funktionsbereich Kognitive Entwicklung
o Subtest 8 - Muster legen: 10 Aufgaben zum raeumlichen Denken (2-D-Aufgaben). Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
o Subtest 6 - Bunte Formen: 10 Matrizenaufgaben zum induktiven Denken (Kreuzklassifikationen). Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
o Subtest 12 - Gegensaetze: 15 Aufgaben zum analogen Denken. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
o Subtest 2 - Quiz: 11 Fragen zur Orientierung in der Lebenswelt. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
(5) Funktionsbereich Sprache
o Subtest 9 - Woerter erklaeren: 10 Aufgaben zur sprachlichen Begriffsbildung, deren Beantwortung mit 0 Punkten (falsche Antwort), 1 Punkt (Antwort entspricht einer Auswertungskategorie) oder 2 Punkten (Antwort entspricht zwei oder mehr Antwortkategorien) bewertet werden.
o Subtest 4 - Puppenspiel: 13 Aufgaben zum Verstaendnis grammatischer Strukturformen. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
(6) Funktionsbereich Sozial-emotionale Entwicklung
o Subtest 13 - Fotoalbum: 9 Aufgaben zum Verstaendnis mimischer Gefuehlsausdruecke. Falsche Loesungen werden mit 0 Punkten, richtige mit 1 Punkt kodiert.
o Elternfragebogen: 22 Items zur Einschaetzung der Selbstaendigkeitsentwicklung des Kindes mit fuenfstufigem Antwortformat von trifft "selten/nie" (1) ueber "manchmal" (2), "teils/teils" (3) und "oft" (4) bis "sehr oft/immer" (5) zu.
 

Auswertungsmodus

Die Auswertung ist standardisiert und erfolgt manuell mit Hilfe ausfuehrlicher Auswertungsinstruktionen in der Handanweisung. Bei erfahrenen Testleitern(innen) kann die Vergabe der Rohpunkte bei vielen Subtests durchaus bereits waehrend der Testung erfolgen. Bei den meisten Subtests werden falsche Aufgabenloesungen mit 0, richtige mit 1 kodiert; lediglich bei Subtest 11 werden 0 bis 2 Punkte vergeben. Der Elternfragebogen wird ueber die Summierung der Antwortpunkte (1 Punkt bis 5 Punkte) ueber die 22 Fragen zur Selbstaendigkeit des Kindes ausgewertet.
Die Rohwertpunkte werden zu subtestspezifischen Summenrohwerten addiert und zusammen mit den aus den altersspezifischen Normentabellen abgelesenen C-Werten in die Auswertungstabelle auf der Rueckseite des Testprotokollbogens eingetragen. Die C-Werte der Subtests (fuer die verschiedenen Funktionsbereiche) werden dann in das Entwicklungsprofil auf dem Deckblatt des Protokollbogens uebertragen, aus dem auch die zugehoerigen Prozentrangnormen abgelesen werden koennen. Fuer die Evaluation der Variabilitaet dieses Entwicklungsprofils kann zusaetzlich der Range bestimmt werden, der sich aus der Differenz zwischen dem besten und dem schlechtesten Subtestergebnis des Kindes ergibt. Fuer diesen Range liegen Prozentrang-Normwerte vor.
Ergaenzend kann ueber die Addition der C-Werte aller Subtests (ohne Beruecksichtigung des Elternfragebogens) ein Gesamtentwicklungsscores (GES) bestimmt werden, der anhand einer weiteren Normentabelle in Standardwerte und C-Werte transformiert werden kann.
 

Auswertungshilfen

In der Handanweisung finden sich ausfuehrliche Auswertungsinstruktionen, ein Protokollbogen und Normentabellen stehen zur Verfuegung. Das Vorgehen wird ausserdem anhand eines ausfuehrlichen Fallbeispiels demonstriert.
 

Auswertungszeit

Zur Zeitdauer der manuellen Auswertung werden keine Angaben gemacht. Nach einiger Uebung werden nach eigenen Erfahrungen von erfahrenen Testleitern(innen) dadurch, dass bei den meisten Subtests bereits waehrend der Testdurchfuehrung die Rohwertpunkte bestimmt werden koennen, insgesamt kaum mehr als 20 Minuten aufgewendet werden muessen.
 

Itembeispiele

Anmerkung: In der Handanweisung zum WET werden Angaben zur mittleren Itemschwierigkeit und -trennschaerfe der Aufgaben pro Subtest und zum Bereich gemacht, in dem die Trennschaerfekoeffizienten der Aufgaben liegen. Die Auswahl der im folgenden aufgefuehrten Itembeispiele basiert auf den Angaben zum Trennschaerfebereich (nach Tabelle 10, S. 21 der Handanweisung). Selegiert wurden Items, die im jeweils maximalen Trennschaerfebereich von .49 < rit < .60 (Subtests 2, 3, 4, 5 und 9), .59 < rit < .70 (Subtests 10, 11 und 12) beziehungsweise rit > .70 (Subtests 6 und 8 sowie Elternfragebogen) liegen.

Subtest 1 - Lernbaer, Item-Nr. 3: Am Teddybaer ist mit einer Kordel (als Halsband) ein Knoten zu binden.
Subtest 2 - Quiz, Item-Nr. 6: "Warum sollte man nicht so viele Suessigkeiten essen wie man gerne moechte?"
Subtest 3 - Bilderlotto, Item-Nr. 20-24: Einzelne Kaertchen auf einer Bildtafel mit sechs Feldern zum Thema Meer sind zu ordnen.
Subtest 4 - Puppenspiel, Item-Nr. 12: Mit Spielmaterial soll der Satz "Der Hund beisst den Vater, der das Maedchen festhaelt" dargestellt werden.
Subtest 5 - Schatzkaestchen, Item-Nr. 1-3: Nach maximal 10 Lerndurchgaengen sind unmittelbar danach und 20 Minuten spaeter sechs verschiedene, in Schubladen versteckte Spielgegenstaende wiederzufinden.
Subtest 6 - Bunte Formen, Item-Nr. 5-6: Aus jeweils fuenf vorgegebenen Loesungsmoeglichkeiten soll das Element bestimmt werden, das eine 3x3-Matrix sinnvoll ergaenzt.
Subtest 7 - Zahlen merken: Jeweils zwei vorgesprochene Zahlenfolgen gleicher Laenge (mit der Laenge von zwei bis maximal sechs Zahlen) sollen unmittelbar nachgesprochen werden.
Subtest 8 - Muster legen: Nach Vorlagen sind Muster mit Mosaiksteinen nachzulegen.
Subtest 9 - Woerter erklaeren, Item-Nr. 10: Das Wort "zeichnen" ist zu erklaeren.
Subtest 10 - Turnen, Item-Nr. 8: Einbeiniges, freihaendiges Stehen mit geschlossenen Augen fuer mindestens drei Sekunden.
Subtest 11 - Nachzeichnen, Item-Nr. 4: Ein Kreuz ist von einer Vorlage abzuzeichnen.
Subtest 12 - Gegensaetze, Item-Nr. 10: Der Satz "Der Wuerfel ist eckig, der Ball ist..." ist mit dem Wort "rund" zu ergaenzen.
Subtest 13 - Fotoalbum, Item-Nr. 9: Nach dem Foto einer Person soll der Gefuehlszustand "Freude" benannt werden.
Elternfragebogen, Item-Nr. 22: "Mein Kind zieht sich ohne Hilfe aus."
 

Durchführung

 

Testformen

Zur Verfuegung stehen eine Test-Gesamtform (mit 13 Subtests), die im Einzelsetting durchgefuehrt werden muss, und der unabhaengig von der Testung zu bearbeitende Elternfragebogen. Fuer Parallel- und Kurzformen des WET werden keine Hinweise gegeben. Nach dem Testaufbau und der Testauswertung erscheint aber bei bestimmten, d.h. auf bestimmte Entwicklungsbereiche eingeschraenkten diagnostischen Fragestellungen eine gezielte Auswahl bestimmter Subtests (oder des Elternfragebogens) durchaus moeglich.
 

Altersbereiche

Der WET kann bei Jungen und Maedchen im Alter von 3 Jahren und 0 Monaten bis 5 Jahren und 11 Monaten eingesetzt werden. Im Manual wird ergaenzend ueber Anwendungserfahrungen in klinischen Gruppen sechs- bis neunjaehriger Kinder (mit Autismus bzw. Down-Syndrom) berichtet. Normentabellen liegen jedoch nur fuer den zuerst genannten Altersbereich vor.
 

Durchführungszeit

Als Durchfuehrungszeit fuer den WET wird im Verlagsmaterial etwa eine Stunde angegeben. Das in der Handanweisung ausfuehrlich dokumentierte Anwendungsbeispiel zeigt (mit 90 Minuten Testdauer), dass dieser Wert im Einzelfall deutlich ueberschritten werden kann. Dies stimmt mit eigenen Anwendungserfahrungen ueberein, nach denen 60 Minuten der untere Grenzbereich fuer die Testdauer war. Da der WET in der Regel in einer Sitzung durchzufuehren ist, wird in der Handanweisung bei Anzeichen von Muedigkeit beim Kind empfohlen, den Test abzubrechen und einen neuen Testzeitpunkt zu vereinbaren. In eigenen Anwendungen des WET war dies bislang aufgrund der kindgerechten Materialien und der durch sie auch bei juengeren Kindern erzeugten Neugier darauf, wie es weitergeht, in keinem Fall notwendig.
 

Material

Der Testkoffer (aus schwarzem Kunststoff) umfasst die folgenden Teile: Handanweisung (DIN A4, 85 Seiten); 10 Elternfragebogen; 10 Protokoll- und Auswertungsbogen; 10 Arbeitsblaetter zum Subtest Nachzeichnen; eine Auswertungsschablone zum Subtest Nachzeichnen; einen Holzkasten mit 20 bunten Schubladen ("Schatzkaestchen") und sechs Spielobjekte zum Verstecken in den Schubladen (gelbes 2CV-Spielzeugauto, Schluesselchen, Pueppchen, Spielzeuguhr, Ring und Glasmurmel); einen braunen Teddybaeren mit Guertel, Tasche und Halsband ("Lernbaer"); Bilderlotto; Fotoalbum; 14 Holzplaettchen zum Subtest Muster legen; Kaertchen zum Subtest Nachzeichnen; Form- und Farbkarten ("Bunte Formen"); vier Biegepuppen, einen Holzhund und einen Holzwuerfel; einen Tennisball; einen bunten Plastikball.
Alle diese Testkomponenten sind auch einzeln erhaeltlich. Ausser einem Bleistift fuer das Kind sowie einem Stift und einer Uhr (bei Subtest Nr. 5) fuer den Testleiter wird fuer die Testdurchfuehrung kein weiteres Material benoetigt.
 

Instruktion

Die Testdurchfuehrung wird in der Handanweisung ausfuehrlich beschrieben. Sie ist standardisiert, wenngleich darauf verwiesen wird, dass die Aufgaben dem Kind ohne Ablesen der Instruktionen zwar moeglichst wortgetreu, aber in spielerischer Form vorgegeben werden muessen. Im Vordergrund steht ein guenstiger Rapport zum Kind, der bei allen Kindern durch die Anwesenheit einer Bezugsperson zu Beginn der Testung, bei juengeren auch durch die Anwesenheit einer Bezugsperson waehrend der gesamten Testung beguenstigt werden soll. Die Testsituation sollte freundlich, motivierend und kindgerecht mit dem Ziel gestaltet sein, dass der/die Testleiter(in) vom Kind als Spielpartner(in) akzeptiert wird. Die Testung ist dem Kind gegenueber als Spielsituation zu definieren. Die Subtestabfolge und die Zeit zwischen dem Lernen und der Reproduktion bei Subtest 5 ("Schatzkaestchen") sind standardisiert.
Bei den Subtests 1, 3, 4, 9, 10, 11, 12 und 13 werden stets alle Aufgaben vorgegeben. Bei Subtest 2 erfolgen Beginn und Ende der Aufgabenbearbeitung altersspezifisch, bei Subtest 5 wird die Einpraegephase nach maximal zehn Lerndurchgaengen abgebrochen, Subtest 6 wird erst ab vier Jahren vorgegeben, bei Subtest 7 wird abgebrochen, wenn zwei Zahlenfolgen einer Laenge nicht reproduziert werden koennen, und Subtest 8 wird nur bei Kindern im Alter von bis zu 4 Jahren und 11 Monaten vorgegeben. Waehrend der Testung ist ein Untersuchungsprotokoll zu fuehren, in das neben personbezogenen Angaben und dem Grund der Testdurchfuehrung die Antworten/Reaktionen des Kindes bei jedem Subtest und die Gesamtdauer der Testung zu notieren sind.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Der Testraum soll kindgerecht moebliert sein und eine freundliche Atmosphaere ausstrahlen. Um einen guten Kontakt zum Kind aufzubauen, sollte zu Beginn der Testung, bei juengeren Kindern auch waehrend der ganzen Testung, eine dem Kind vertraute Begleitperson abwesend sein, wobei gesichert werden muss, dass diese sich nicht in die Testdurchfuehrung einmischt. Als guenstigste Testzeit wird der Vormittag (zwischen 8 und 11 Uhr) empfohlen. Die primaeren Beduerfnisse des Kindes sollten befriedigt sein.
Der/die Testleiter(in) sollte mit den Instruktionen so gut vertraut sein, dass eine spielerische Aufgabenvorgabe gesichert ist und der Rapport nicht gestoert wird. Die Testung sollte durch freundliche Rueckmeldungen, Vermeidung von Kritik am Kind, modulierte Sprechweise, freundliche Mimik und einen angemessenen Blickkontakt gekennzeichnet sein.
 

Testkonstruktion

Die Auswahl der Subtests erfolgte nach den Prinzipien
(1) der Verankerung der Aufgabeninhalte im konkreten Lebensraum drei- bis sechsjaehriger Kinder mit deutscher Muttersprache, die im Kulturkreis westlicher Industrienationen aufwachsen,
(2) der Ermoeglichung einer spielerischen Gestaltung der Testsituation (weswegen die Subtests auch in Anlehnung an Spiele und nicht unter Bezug auf Faehigkeitsdimensionen bezeichnet wurden),
(3) der Beruecksichtigung des Konstruktionsprinzips von unterschiedlichen Itemschwierigkeiten und
(4) ihrer Bewaehrung in vorliegenden Entwicklungstests.
Nach diesen Prinzipien wurde ein breites Spektrum an Subskalen mit umfangreichen Itemsaetzen gewonnen, die theoretisch-inhaltlich und empirisch in Vorstudien ueberprueft wurden (siehe hierzu Deimann & Kastner-Koller, 1994, 1995; Kastner-Koller & Deimann, 1991, 1994; Spiel, 1995). Ueber die Befunde dieser Voruntersuchungen wird in der Handanweisung nur knapp anhand eines Beispiels berichtet, das sich auf den Verzicht von Subtests zur visuellen Farb- und Formdifferenzierung bezieht, da bereits Dreijaehrige ueber diese Faehigkeiten verfuegen.

Fuer die Herkunft der Subtests der vorliegenden Fassung des WET werden die folgenden Angaben gemacht:
Subtest 1 - Lernbaer: Neukonstruktion.
Subtest 2 - Quiz: Zum Teil neu konstruierte Items, zum Teil uebernommen aus Niederle, Michelic und Lenzeder (1991), dem Hannover-Wechsler-Intelligenztest fuer das Vorschulalter (HAWIVA; Schuck & Eggert, 1975) und dem Adaptiven Intelligenz Diagnostikum (AID; Kubinger & Wurst, 1991).
Subtest 3 - Bilderlotto: Neukonstruktion.
Subtest 4 - Puppenspiel: Adaptiert aus dem Heidelberger Sprachentwicklungstest (H-S-E-T; Grimm & Schoeler, 1991).
Subtest 5 - Schatzkaestchen: Material und Vorgabe nach den Buehler-Hetzer-Kleinkindertests (BHKT; Buehler & Hetzer, 1977) adaptiert, Auswertung neu entwickelt.
Subtest 6 - Bunte Formen: In Anlehnung zu Matrizenaufgaben in Tests zur kognitiven Entwicklung (wie etwa der Grundintelligenztest Skala 1, CFT 1, von Weiss & Osterland, 1979, und den Standard Progressive Matrices, SPM, von Raven, Court & Raven, 1979) neu konstruiert.
Subtest 7 - Zahlen merken: In Anlehnung an Aufgaben zur Reproduktion von Zahlenreihen in vielen kognitiven Entwicklungstests (etwa im Hamburg-Wechsler-Intelligenztest fuer Kinder, HAWIK-R, von Tewes, 1983) konstruiert.
Subtest 8 - Muster legen: Zum Teil neu konstruierte Items, zum Teil uebernommen aus dem HAWIVA.
Subtest 9 - Woerter erklaeren: In Anlehnung an Wortschatzaufgaben in Tests zur kognitiven Entwicklung (etwa HAWIK-R) neu konstruiert.
Subtest 10 - Turnen: Neue Zusammenstellung und Auswertung von Items aus Entwicklungstests zur motorischen Entwicklung (etwa der Lincoln-Oseretzky-Skala Kurzform, LOS-KF 18, von Eggert, 1974, dem Denver Entwicklungstest, DET, von Flehmig, Schloon, Uhde & Bernuth, 1973, und dem Motoriktest fuer vier- bis sechsjaehrige Kinder, MOT 3-4, von Zimmer & Volkamer, 1987).
Subtest 11 - Nachzeichnen: Neue Zusammenstellung und Auswertung von Aufgaben aus den "Gesell Developmental Schedules", GDS, von Gesell & Armatruda, 1969, und dem "Developmental Test of Visual Motor Integration").
Subtest 12 - Gegensaetze: Zum Teil neu konstruierte Items, zum Teil uebernommen aus dem Stanford-Binet Intelligenz-Test (SIT; Lueckert, 1965), dem Kramer Intelligenz Test (KT; Kramer, 1972), dem Psycholinguistischen Entwicklungstest (PET; Angermaier, 1977) und den "McCarthy Scales" (McCarthy, 1972).
Subtest 13 - Fotoalbum: Neu konstruiert.
Elternfragebogen: Zum Teil neu, zum Teil in thematischer Anlehnung an Niederle et al. (1991) und den Fragebogen zur Erfassung praktischer und sozialer Selbstaendigkeit 4- bis 6jaehriger Kinder (FPSS 4-6; Huss, 1979) konstruierte Items.

Die Testanalysen und Itemselektionen der WET-Subtests erfolgten anhand der Daten aus Stichproben von 112 bis 345 Kindern nach probabilistischen Methoden (Rasch-Analysen, Partial Credit Modell und Mokken-Skalenanalyse) mit dem Ziel, homogene eindimensionale Subtests fuer den Altersbereich von drei bis sechs Jahren zu entwickeln. Die resultierenden, nach Likelihood-Quotiententests und Kreuzvalidierungen subtesthomogenen Itemsaetze (siehe Tabelle 1) wurden dann nach den Prinzipien der klassischen Testtheorie im Hinblick auf ihre psychometrische Qualitaet ueberprueft. Die resultierenden Befunde zu den mittleren Itemschwierigkeiten und zu den Trennschaerfekoeffizienten sind in Tabelle 2 wiedergegeben.

Tabelle 1
Rasch-Analysen der Subtests des Wiener Entwicklungstests (Chi-quadrat-Pruefgroessen aus den Likelihood-Quotiententests fuer die Teilungskriterien; Kastner-Kollner & Deimann, 1998, Tabelle 2, S. 15)
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Selektion Anzahl intern Geschl. Alter1 Alter2 Kinder- Soziale Kreuz-
Items garten Schicht val.
------------------------------------------------------------------------------ --
Bilderlotto vor 24 - - - - - - -
(n=240) nach 24 24.69 24.46 32.93 26.40 18.70 18.71 27.30
------------------------------------------------------------------------------ --
Nachzeichnen vor 10 - - - - - - -
(n=240) nach 10 3.05 9.51 21.19 1) 7.09 9.58 15.86
------------------------------------------------------------------------------ --
Schatzkaestchen
(n=112)
Reproduktion vor 6 - - - - - - -
unmittelbar nach 6 4.84 9.98 5.31 13.06 10.11 7.80 13.30
Reproduktion vor 6 - - - - - - -
nach 20 min nach 6 4.45 1.65 4.71 12.62 7.63 8.84 9.23
------------------------------------------------------------------------------ --
Muster legen vor 11 21.98 17.52 16.02 41.93* 10.83 18.20 -
(n=240) nach 10 12.31 14.73 15.48 31.50 11.84 15.98 18.47
------------------------------------------------------------------------------ --
Bunte Formen vor 12 60.92* 14.60 14.14 40.36* 27.32* 30.98 -
(n=372) nach 10 20.55 15.35 12.58 31.00 17.07 27.12 20.96
------------------------------------------------------------------------------ --
Gegensaetze vor 19 70.66* 17.89 22.14 1) 33.67 32.37 -
(n=240) nach 15 24.67 12.06 19.36 1) 21.49 25.20 19.82
------------------------------------------------------------------------------ --
Quiz vor 27 58.95 29.59 39.17 68.28 26.74 57.28 -
(n=345) nach 21 28.56 22.86 32.13 52.06 24.95 38.20 27.59
------------------------------------------------------------------------------ --
Puppenspiel vor 21 115.47* 27.03 39.41* 1) 28.24 40.64 -
(n=345) nach 13 20.28 6.04 16.71 1) 7.30 42.34 25.37
------------------------------------------------------------------------------ --
Fotoalbum vor 10 24.22* 13.12 5.73 33.90 7.77 7.04 -
(n=123) nach 9 14.75 13.04 2.62 19.44 4.31 6.12 11.85
------------------------------------------------------------------------------ --
Anmerkungen. Anzahl der Items und Pruefgroessen aus den Likelihood-Quotiententests vor und nach technischer Itemselektion sowie fuer die Kreuzvalidierung (Kreuzval.) mit der im Rahmen der Normierung erhobenen Stichprobe (n = 257).
* p < .01; Alter1 = juengere vs. aeltere, Alter2 = 3-/4-/5-jaehrige; Soziale Schicht = obere/mittlere/untere Schicht. 1) Likelihood-Quotiententest konnte nicht berechnet werden, da es in einzelnen Teilgruppen Items mit einer Loesungshaeufigkeit von 0 oder 1 gab.

Tabelle 2
Itemkennwerte und Reliabilitaetsschaetzungen fuer die WET-Subtests (Kastner-Kollner & Deimann, 1998, Tabelle 10, S. 21)
----------------------------------------------------------------------
Item- P rit Reliabilitaet
Subtest zahl Alpha Split-half Lambda2
----------------------------------------------------------------------
Turnen 10 .69 .55 .82 .84 .84
Lernbaer 4 .58 .40 .66 .72 .70
Bilderlotto 24 .51 .50 .90 .89 .90
Nachzeichnen 10 .51 .50 .81 .84 .81
Schatzkaestchen 3 - .55 .73 .76 .73
Muster Legen 10 .56 .60 .85 .86 .87
Bunte Formen 10 .52 .65 .88 .91 .89
Gegensaetze 15 .73 .45 .83 .84 .84
Quiz (Standard) 11 .62 .40 .75 .77 .76
Quiz (Langform) 21 .61 .55 .90 .91 .86
Woerter Erklaeren 10 1.08 .55 .85 .80 .85
Puppenspiel 13 .63 .40 .80 .81 .82
Fotoalbum 9 .62 .45 .78 .81 .78
Elternfragebogen 22 3.5 .50 .90 .90 .90
----------------------------------------------------------------------
Anmerkungen. P = mittlere Itemschwierigkeit, rit = mittlere Trennschaerfe.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Durchfuehrungsobjektivitaet soll durch die ausfuehrliche Gestaltung der Testanweisungen und Hinweise fuer das Testleiterverhalten gesichert werden. Zugleich wird explizit darauf verwiesen, dass das Testverhalten junger Kinder in besonders hohem Ausmass von situativen Bedingungen abhaengt, die kaum vollstaendig zu kontrollieren sind. Dies gilt um so mehr, da die Testdurchfuehrung spielerisch erfolgen soll, die Instruktionen frei gegeben werden sollen und ggf. eine erwachsene Bezugsperson des Kindes anwesend sein soll. All dies wird zu Einschraenkungen der Durchfuehrungsobjektivitaet des WET fuehren.
Solche Einschraenkungen gelten nicht fuer die Auswertungsobjektivitaet, die als weitgehend gesichert gelten kann. Fuer die Mehrheit der Subtests liegen eindeutige Richtlinien fuer die Bestimmung der richtigen Aufgabenloesungen vor. Fuer die Antworten der Kinder bei den verbalen Subtests und ihre Zeichnungen (im Subtest "Nachzeichnen") werden inhaltsanalytische Kategoriensysteme verwendet, fuer die eine Interrateruebereinstimmung von ueber .80 angegeben wird.
Die Interpretationsobjektivitaet ist bei Bezug zu den Normen, Profilauswertungen, Vertrauensintervallen und kritischen Differenzen der Skalenwerte gesichert.
 

Reliabilität

Es werden Befunde zur internen Konsistenz, Testhalbierungsreliabilitaet und Testwiederholungsreliabilitaet vorgelegt (siehe Tabelle 2).
Die interne Konsistenz (nach Cronbachs Alpha) der Subtests variiert zwischen .66 (Subtest "Lernbaer" mit nur vier Aufgaben) und .90 (Subtests "Bilderlotto" mit 24 und "Quiz-Langform" mit 21 Aufgaben sowie Elternfragebogen mit 22 Items). Fuer den Gesamtentwicklungsscore (GES) des WET werden in Abhaengigkeit von der Anzahl der beruecksichtigten Subtests (jedoch ohne den Elternfragebogen) Reliabilitaeten von .81 bis .84 berichtet, wobei nach der Handanweisung unklar bleibt, welche Subtests in den Berechnungen jeweils beruecksichtigt wurden. Die Testhalbierungsreliabilitaet der Subtests liegt zwischen .72 und .91. Aus sachimmanenten Gruenden wurde die Reliabilitaet des Subtests "Zahlen merken" nach der Retestmethode bestimmt. Der resultierende Wert von .67 entspricht vorliegenden Befunden zu aehnlichen Testverfahren. Die anhand der in der Handanweisung (Kastner-Koller & Deimann, 1998, Tabelle 10, S. 21, und Tabelle 15, S. 34) mitgeteilten Skaleninterkorrelationen und internen Konsistenzkoeffizienten nachberechnete Profilreliabilitaet des WET betraegt rtt (prof) = .75, was gut den Anforderungen fuer Profilinterpretationen genuegt und die wiederholte Empfehlung der Autorinnen bestaetigt, in der Entwicklungsdiagnostik auf den WET-Gesamtentwicklungsscore (GES) zu Gunsten der WET-Profildarstellung zu verzichten.
 

Validität

Fuer die inhaltliche Validitaet wird auf die theorieorientierte und empirisch fundierte Vorgehensweise bei der Subtestkonstruktion verwiesen. Zu ergaenzen ist, dass die inhaltliche Validitaet ueberdies dadurch gestuetzt wird, dass in weiten Teilen auf Aufgabenstrukturen und -typen zurueckgegriffen wird, die sich bislang in der Entwicklungsdiagnostik gut bewaehrt haben. Die bisherigen empirischen Untersuchungsbefunde beziehen sich auf die Aspekte der differentiellen Validitaet des WET und seine faktorielle Validitaet. Darueber hinaus werden Korrelationen der Subtests einer WET-Experimentalversion mit der deutschsprachigen Fassung der "Kaufman Assessment Battery for Children" (K-ABC; Melchers & Preuss, 1994) zur Erfassung unterschiedlicher Aspekte der Intelligenz und der Fertigkeiten von Kindern berichtet, die in ihrer Hoehe insgesamt im geringen bis maessigen Bereich bleiben. Hinweise im Sinne der konvergenten Validierung finden sich mit Korrelationskoeffizienten um r = .50 vor allem fuer die sprachgebundenen sowie die visumotorischen Aufgaben aus der WET-Experimentalversion und der K-ABC.

Die Befunde zur differentiellen Validitaet beziehen sich dagegen direkt auf die Endform des WET. Von besonderer Bedeutung sind dabei die empirischen Nachweise der Altersabhaengigkeit seiner Subtestwerte: Fuer alle WET-Subtests zeigen sich im Querschnittsvergleich klare Altersunterschiede, die zum grossen Teil nicht nur fuer die Gruppen der Drei-, Vier- und Fuenfjaehrigen, sondern auch fuer nach Halbjahren gebildete Altersgruppen inferenzstatistisch nachgewiesen werden konnten. Erste Ergebnisse einer laufenden Laengsschnittstudie belegen dies fuer den Altersbereich von 2 Jahren und 7 Monaten bis 3 Jahren und einem Monat. Die differentielle Validitaet der WET-Subtests konnte ueberdies fuer klinische Stichproben bestaetigt werden: Fuer fruehgeborene Dreijaehrige mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm konnten so etwa im Vergleich zu gleichaltrigen Termingeborenen fuer fast alle Funktionsbereiche Entwicklungsrueckstaende nachgewiesen werden. Auch fuer jeweils 26 autistische Kinder und Kinder mit Down Syndrom konnten im Vergleich zur Normierungsstichprobe deutliche Entwicklungsretardationen belegt werden, die sich zum Teil als syndromspezifisch erwiesen.

Die faktorielle Validitaet des WET wurde ueber Hauptkomponentenanalysen mit Varimaxrotation anhand der Daten aus der Normierungsstichprobe untersucht. In eine erste Faktorenanalyse gingen die C-Werte aller Subtests aus der Teilstichprobe der 186 Vier- und Fuenfjaehrigen ein. Aufgrund der sechs im WET diagnostisch angezielten Funktionsbereiche wurde eine sechsfaktorielle Loesung realisiert, durch die 70% der Varianz gebunden wird. Die bei der Testkonstruktion festgelegten Funktionsbereiche liessen sich faktorenanalytisch teilweise identifizieren: So entspricht Faktor II (mit einer absoluten Varianzbindung von 13.8%) recht gut dem Funktionsbereich der kognitiven Entwicklung, Faktor III (10.4%) dem der visuellen Wahrnehmung/Visumotorik und Faktor V (8.9%) dem des Gedaechtnisses. Die Faktoren I (18.2%) und IV (10.4%) erwiesen sich dagegen als faktoriell sehr heterogen markiert und auf Faktor VI (8.4%) weist nur der Elternfragebogen zur Einschaetzung der Selbstaendigkeitsentwicklung eine bedeutsame Ladung auf. In eine zweite Faktorenanalyse gingen die Daten aller Kinder der Normierungsstichprobe ohne den Subtest 6 (Bunte Formen), der erst ab vier Jahren durchgefuehrt wird, ein. Durch sechs Faktoren werden 71% der Varianz gebunden: Faktor I (19.7% der Gesamtvarianz) ist auch hier heterogen markiert und wird als allgemeine Differenzierungsfaehigkeit interpretiert, Faktor II (13.6%) betrifft den sprachlich-kognitiven Funktionsbereich, Faktor III (10.2%) die visuelle Wahrnehmung/Visumotorik, Faktor IV (9.6%) ist erneut heterogen markiert, Faktor V (9.2%) betrifft den Funktionsbereich des Gedaechtnisses und Faktor VI (8.8%) ist ebenfalls heterogen markiert.
 

Normierung

Die Normierung des WET basiert auf den Daten aus einer Stichprobe von 274 3- bis 6-jaehrigen Kinder aus Oesterreich, fuer die ueberzeugende Hinweise zur Repraesentativitaet nach der Altersverteilung, dem Geschlecht, der Berufsgruppe der Vaeter bzw. alleinerziehenden Muetter und der Wohnortsgroesse praesentiert werden. Trotz zum Teil signifikanter Geschlechtsunterschiede (generell zu Gunsten der Maedchen) werden aufgrund der geringen Substichprobengroessen lediglich Normwerte (C-Werte mit einem Mittelwert von 5 und einer Standardabweichung von 2) fuer die Altersgruppen der 3;0- bis 3;5-jaehrigen, der 3;6- bis 3;11-jaehrigen, der 4;0- bis 4;5-jaehrigen, der 4;6- bis 4;11-jaehrigen, der 5;0- bis 5;5-jaehrigen und der 5;6-bis 5;11-jaehrigen Kinder mitgeteilt. Die C-Werte wurden in Abhaengigkeit von der Verteilungsqualitaet der Subtestwerte ueber Linear- oder Flaechentransformationen ermittelt und werden in dem Auswertungsprofil mit den korrespondierenden Prozentrangwerten verbunden.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Der WET ist fuer alle paedagogisch- und klinisch-psychologischen Anwendungskontexte geeignet, in denen bei Vorschulkindern eine auf viele Funktionsbereiche ausgerichtete Entwicklungsdiagnostik indiziert ist. Der WET ist als ein foerderdiagnostisches Verfahren angelegt, auch wenn sich die vorliegende Version noch auf die Statusdiagnostik von speziellen oder allgemeinen Entwicklungsdefiziten konzentriert. Fuer die Zukunft ist vorgesehen, ihn um empirisch begruendete Hinweise fuer die Interventionsplanung zu ergaenzen (siehe hierzu etwa Katzbeck, Kastner-Koller & Deimann, 1998).
 

Bewertung

Der WET ist als ein vorbildliches, in der guten Tradition des Wiener Psychologischen Instituts stehendes Breitband-Entwicklungsdiagnostikum fuer das Vorschulalter zu bewerten. Seine Staerken liegen ohne Zweifel im altersgemaessen, ansprechenden, spielerischen und Kinder motivierenden Aufbau sowie dem Bezug zu Bewaehrtem in der Entwicklungsdiagnostik in diesem Altersbereich und seiner guten teststatistischen Absicherung nach den Kriterien der klassischen Testtheorie und der modernen Item-Response-Theorie.
Die Auswertungs- und Interpretationsobjektivitaet, die Reliabilitaet sowie die inhaltliche und differentielle Validitaet des WET sind nach den vorgelegten Befunden gut gesichert. Leichte Schwaechen bestehen zur Zeit noch im Bereich der Nachweise seiner Durchfuehrungsobjektivitaet, die zum Teil sachimmanent sind, zum Teil aber auch durch die Befunde aus kontrollierten Vergleichsstudien zu beheben waeren. Fuer die aktuell noch bestehenden groesseren Schwaechen des WET im Bereich seiner Normierung (Begrenzung auf Kinder aus Oesterreich sowie keine geschlechtsspezifischen Normen trotz nachgewiesener Geschlechtsunterschiede zu Gunsten der Maedchen bei fuenf Subtests) laesst eine Verlagsinformationen ueber die Publikation weiterer Normdaten aus deutschen und schweizerischen Stichproben bald auf Abhilfe hoffen.
Mit dem WET ist eine Breitband-Entwicklungsdiagnostik in einem entwicklungspsychologisch und prognostischen bedeutsamen Altersbereich moeglich, die sowohl den Anforderungen der modernen Psychometrie als auch den Material- und Aufgabenanforderungen heutiger Vorschulkinder genuegt. Eigene Anwendungserfahrungen zeigen, dass nahezu allen Kindern (und auch dem Testleiter) die Durchfuehrung des WET durch seinen Abwechslungsreichtum und Anforderungsgehalt Freude bereitet und auch zu Involvement in die diagnostische Arbeit sowie zu einem guenstigen Rapport fuehrt. Entwicklungsdiagnostischer Nutzen, der ueberdies (etwa in Entwicklungsgutachten oder Indikationsbegruendungen) gut kommunizierbar ist, tritt hinzu. Fuer differentialdiagnostische Abklaerungen des Sprachentwicklungsstandes (etwa HSET; Grimm & Schoeler, 1991), der konvergenten (etwa HAWIVA; Schuck & Eggert, 1975) und divergenten Faehigkeiten (etwa KVS-P; Krampen, 1996), der visuellen Wahrnehmung (etwa FEW; Frostig, 1996), der motorischen Entwicklung (etwa LOS KF 18; Eggert, 1974) etc. stehen spezielle entwicklungsdiagnostische Verfahren zur Verfuegung, die differenziertere Aussagen ueber den bereichsspezifischen Entwicklungsstand von (Vorschul-)Kindern sowie ueber Ansatzpunkte fuer remediale paedagogische und psychotherapeutische Massnahmen gestatten. Der WET ist diesen bereichsspezischen entwicklungsdiagnostischen Verfahren vorgeschaltet und wird als Breitband-Verfahren in keinem psychologischen Anwendungs- und Forschungsbereich fehlen duerfen, in dem mit Vorschulkindern gearbeitet wird.
 

Literatur

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Wichtige neuere Publikationen

  • Bruckner, J., Deimann, P. & Kastner-Koller, U. (2006). Händigkeit im Kindergartenalter - Erfassung und mögliche Konsequenzen für die weitere visumotorische Entwicklung. In B. Gula, R. Alexandrowicz, S. Strauß, E. Brunner, B. Jenull-Schiefer & O. Vitouch (Hrsg.), Perspektiven psychologischer Forschung in Österreich (Proceedings zur 7. Wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie, S. 138-143). Lengerich: Pabst.
  • Deimann, P. & Kastner-Koller, U. (2010). Psychologische Diagnostik bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerung und Förderberatung - Marie, 4;7 Jahre. In K.D. Kubinger & T.M. Ortner (Hrsg.), Psychologische Diagnostik in Fallbeispielen (S. 45-54). Göttingen: Hogrefe.
  • Deimann, P. & Kastner-Koller, U. (2011). Maternal evaluations of young children's developmental status: A comparison of clinic- and non-clinic-groups. Psychological Test and Assessment Modeling, 53 (2), 214-227.
  • Deimann, P., Kastner-Kolller, U., Benka, M., Kainz, S. & Schmidt, H. (2005). Mütter als Entwicklungsdiagnostikerinnen. Der Entwicklungsstand von Kindergartenkindern im Urteil ihrer Mütter. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 37 (3), 122-134.
  • Hirschmann, N., Deimann, P. & Kastner-Koller, U. (Hrsg.). (2018). Fallbuch WET. Der Wiener Entwicklungstest in der Praxis. Göttingen: Hogrefe. -PSYNDEX-Lit Dok.-Nr. 0338470
  • Kastner-Koller, U. & Deimann, P. (2002). WET. Wiener Entwicklungstest. Ein Verfahren zur Erfassung des allgemeinen Entwicklungsstandes bei Kindern von 3 bis 6 Jahren (2., überarbeitete und neu normierte Auflage) [Testmappe mit Manual, 10 Elternfragebögen, 10 Protokollbögen, 10 Arbeitsblättern und einer Schablone zum Subtest "Nachzeichnen" sowie Materialsatz]. Göttingen: Hogrefe.
  • Kastner-Koller, U. & Deimann, P. (2012). WET. Wiener Entwicklungstest. Ein Verfahren zur Erfassung des allgemeinen Entwicklungsstandes bei Kindern von 3 bis 6 Jahren (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
  • Kastner-Koller, U., Deimann, P., Antolovic, A., Heiss, C., Kubinger, K.D. & Neumann, G. (2013). Zur Vorhersage von kognitiven Leistungen im Vorschul- und Grundschulalter Zwei Studien zur prognostischen Validität des Wiener Entwicklungstests. Diagnostica, 59 (4), 202-214.
  • Koch, H., Kastner-Koller, U., Deimann, P., Krossmeier, C., Koitz, C. & Steiner, M. (2011). The development of kindergarten children as evaluated by their kindergarten teachers and mothers. Psychological Test and Assessment Modeling, 53, (2), 241-257.
  • Krampen, G., Becker, M., Becker, T. & Thiel, A. (2008). Zur Reliabilität und Validität des "Wiener Entwicklungstests" (WET). Befunde aus drei erweiterten Replikationsstudien. Frühförderung interdisziplinär, 27 (1), 11-23.
  • Rümmele, A. (2011). Inhalt und Ziele einer entwicklungsorientierten Diagnostik. In H. Keller (Hrsg.), Handbuch der Kleinkindforschung (4., vollständig überarbeitete Auflage) (S. 928-959). Bern: Huber.
 

Rezensionen

  • Bös, K. (Hrsg.). (2001). Handbuch Motorische Tests. Sportmotorische Tests, motorische Funktionstests, Fragebogen zur körperlich-sportlichen Aktivität und sportpsychologische Diagnoseverfahren (2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage) (Testkurzdarstellung Wiener Entwicklungstest: S. 166-168). Göttingen: Hogrefe.
  • Doil, H. & Frevert, S. (1998). Kastner-Koller, U. & Deimann, P. (1998). Der Wiener Entwicklungstest. Ein allgemeines Entwicklungsverfahren für Kinder von 3 bis 6 Jahren (Testbesprechung). Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 30 (4), 200-204.
  • Esser, G. & Petermann, F. (2010). Entwicklungsdiagnostik (Kompendien Psychologische Diagnostik, Band 13) [S. 79-82: Wiener Entwicklungstest WET]. Göttingen: Hogrefe.
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  • Petermann, F. & Macha, T. (2004). Psychologische Tests für Kinderärzte (S. 86-89: Wiener Entwicklungstest WET). Göttingen: Hogrefe.
  • Quaiser-Pohl, C. (1999). Der Wiener Entwicklungstest (WET). In E. Fay (Hrsg.), Tests unter der Lupe II (S. 130-143). Lengerich: Pabst.
  • Quaiser-Pohl, C. & Rindermann, H. (2010). Entwicklungsdiagnostik (S. 87-94: Der Wiener Entwicklungstest WET). München: Reinhardt.
  • Renziehausen, A. (2003). Wiener Entwicklungstest (WET) von Ursula Kastner-Koller und Pia Deimann. Ein Verfahren zur Erfassung des allgemeinen Entwicklungsstandards bei Kindern von 3 bis 6 Jahren (1. Auflage 1998; 2., überarbeitete und neu normierte Auflage 2002) (Testinformationen). Diagnostica, 49 (3), 140-145.
  • Sarimski, K. (1999). Wiener Entwicklungstest (WET) von Ursula Kastner-Koller und Pia Deimann (1998) (Testinformationen). Diagnostica, 45 (4), 217-219.
 
 Günter Krampen (13.02.1999)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Item Response Theory; Observation Methods; Developmental Measures; Test Norms; Subtests; Developmental Psychology; Early Childhood Development; Motor Development; Language Development; Psychosocial Development; Cognitive Development; Delayed Development; Educational Counseling

Klassische Testtheorie; Item-Response-Theorie; Beobachtungsmethoden; Entwicklungstests; Testnormen; Untertests; Entwicklungspsychologie; Entwicklung in der frühen Kindheit; Motorische Entwicklung; Sprachentwicklung; Psychosoziale Entwicklung; Kognitive Entwicklung; Entwicklungsverzögerung; Bildungsberatung

 weitere Schlagworte:

1998 (1. Auflage); 2002 (2., überarbeitete und neu normierte Auflage); 2012 (3., überarbeitete und erweiterte Auflage); ab 3 Jahre; bis 6 Jahre; Funktionsbereiche; 1 Motorik, 2 Visuelle Wahrnehmung/Visumotorik, 3 Lernen und Gedächtnis, 4 Kognitive Entwicklung, 5 Sprache, 6 Sozial-emotionale Entwicklung; Normierungs-/Untersuchungsjahr: 2001; Stichprobe(n): 1500
 Klassifikation:

Entwicklungstests; Entwicklungspsychologie
Allgemeine Entwicklungstests
1.2
 Anwendungstyp: Remedial Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Land: Austria
 Publikationsjahr: 1998
 Änderungsdatum: 201807
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